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Newsletter Ausgabe 6 / 2018
Bild: Simon Thorn
Liebe Leserinnen und Leser,
liebe/r <<Vorname>> <<Nachname>>,


seit Montag läuft die 48. Jahrestagung der Gesellschaft für Ökologie in Wien, aus Sicht der deutschen  Biodiversitätsforschung sicherlich eine der wichtigsten und spannendsten Veranstaltungen, und jedes Jahr auch immer eine Fundgrube für WissenschaftsjournalistInnen auf der Suche nach spannenden Themen. NeFo unterstützt die Pressearbeit der Konferenz deshalb seit Bestehen des Projektes, u.a. mit dem NeFo-Interview.
Seit einigen Jahren ist auch der Weltbiodiversitätsrat IPBES mit einer eigenen Session ein fester Bestandteil der Konferenz. NeFo-Mitarbeiterin Marianne Darbi stellt hier ihre Arbeit zur Frage vor, wie die IPBES-Funktion der Politikunterstützung noch effektiver gestaltet werden könnte.
Bis zum 30. September bittet IPBES noch um Vorschläge und Kommentare, wie IPBES als Organisation optimiert und welche Themen die Assessments der kommenden Jahre behandeln sollen.
Ansonsten finden Sie hier wie immer einen Überblick über unsere letzten Aktivitäten, eine Auswahl aktueller Pressemitteilungen und Terminen aus Biodiversitätsforschung, Politik und anderen Akteuren in Deutschland, sowie Ausschreibungen und Pressetipps. Mehr davon finden Sie auf unserer Webseite und bei Twitter. 

Viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen

Ihr NeFo-Team

     

     

 
Diskussionsabend
24.09.2018, Berlin
Das Mensch-Natur-Verhältnis und die globalen Nachhaltigkeitsziele

In den UN-Nachhaltigkeitszielen spielt die Biodiversität eine wichtige Rolle. Es gibt zwischen den einzelnen Zielen Synergien, aber auch Zielkonflikte. Einige Zielkonflikte liegen offen auf der Hand, z.B. zwischen der intensiven Nutzung und der Erhaltung der biologischen Vielfalt. Andere verstecken sich beispielsweise in internationalen Handelsströmen. Wir möchten uns an diesem Abend unter dem Aspekt der „Gerechtigkeit“ nähern. Die Veranstaltung führen das Museum für Naturkunde Berlin, der Leibniz-Forschungsverbund Biodiversität und NeFo durch.
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NeFo-Workshop
04.10.2018, Berlin
Mainstreaming - Die durchgängige Einbeziehung von biologischer Vielfalt in verschiedene Sektorpolitiken

Die Erhaltung der biologischen Vielfalt in Deutschland ist wesentlich davon abhängig, dass sie als Ziel in allen relevanten politischen Handlungsfeldern wie z.B. dem Infrastruktur- sowie Energie- und Rohstoffabbausektor verankert wird. Welche Wege bestehen, um Biodiversität in Deutschland nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch in Politik und Gesellschaft stärker zu berücksichtigen? Diese Frage soll in einem NeFo-Workshop mit Akteuren aus Politik, Forschung und Gesellschaft grundlegend diskutiert werden.
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10. Diskussionsforum Ökosystemleistungen
09.10.2018, Berlin
Krise der biologischen Vielfalt: Was können wir in Deutschland von den internationalen Erkenntnissen des Weltbiodiversitätsrates lernen?

Wie kann das gesammelte Wissen aus den IPBES-Berichten zu den Wechselbeziehungen zwischen Menschen und ihrer Umwelt für politische, administrative und unternehmerische Entscheidungen nutzbar gemacht werden? Die Veranstaltungsreihe wird partnerschaftlich initiiert von: Deutsche Umwelthilfe, 'Biodiversity in Good Company' Initiative e.V., iDiv und UFZ in Kooperation mit der GfÖ, dem INTERNAS-Projekt und NeFo.
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Samen invasiver Pflanzen überstehen Maschinenwäsche - Vortrag bei der GfÖ-Jahrestagung am 11.09. in Wien


Wie gut überstehen an Kleidung hängende Samen Waschgänge in der Waschmaschine? Diesen bisher übersehenen Aspekt bei der Ausbreitung von Pflanzensamen, auch invasiver Arten, untersuchte Orsolya Valkó von der Universität Debrecen/Ungarn. Die Ergebnisse stellt sie am 11.September bei der Jahrestagung der Gesellschaft für Ökologie (GfÖ) in Wien vor.
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Risiken und Nebenwirkungen von Pestiziden - Session bei der GfÖ-Jahrestagung am 11.09. in Wien


Das Verbot der Europäischen Union von drei gängigen Neonicotinoiden im Freiland sowie die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat um weitere fünf Jahre wurden von einer großen öffentlichen Diskussion begleitet. Bei der 48. Jahrestagung der Gesellschaft für Ökologie von Deutschland, Österreich und der Schweiz (GfÖ) werden Prof. Dr. Johann Zaller von der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) und Dr. Carsten Brühl von der Universität Koblenz-Landau mit KollegInnen aus Forschung und Behörden die Effekte von Pestiziden auf sogenannte „Nicht-Zielarten“ diskutieren.
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Wie eine der schlimmsten Waldplagen gefährdeten Arten helfen kann

Der Borkenkäfer ist vor allem für seine Schäden an der Natur und den Geldbeuteln der Waldbesitzer bekannt. Doch er schafft nicht nur Zerstörung. Die auf seinen Befall folgenden neuen Lebensräume sind für viele Tierarten viel lebensfreundlicher als vorherige Fichtenmonokulturen. Dass der Käfer also als Methode für den Artenschutz gesehen werden kann, hat Mareike Kortmann, Doktorandin am Lehrstuhl für Tierökologie und Tropenbiologie der Universität Würzburg belegt. Am 12.09. stellt sie Ihre Forschungsergebnisse bei der GfÖ-Jahrestagung in Wien vor. Wir haben uns mit ihr darüber im Vorfeld unterhalten.

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Weitere NeFo-Produkte
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IPBES bittet um Vorschläge für das nächste Arbeitsprogramm bis 30. September

Welchen dringenden Themen soll sich IPBES nach Abschluss des ersten Arbeitsprogramms widmen und was könnte der Weltbiodiversitätsrat strukturell verbessern? Bis zum 30. September 2018 können Anfragen, Eingaben und Vorschläge an das IPBES-Sekretariat gereicht werden.
IPBES
International Journal of Biodiversity Science, Ecosystem Services & Management sucht Beiträge zu Erfahrungen im IPBES-Prozess

Ein neues Sonderheft, das sich an wissenschaftspolitische Schnittstellen richtet, die die Forschung zu Ökosystemen und Menschen voranbringen, bittet um Einreichung von Beiträgen. Die Sonderausgabe soll die in wissenschaftspolitischen Plattformen gemachten Erfahrungen in Bezug auf Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen, insbesondere im Rahmen von IPBES, zusammenfassen.
Taylor & Francis Online
Globale Bewertung von Artenvielfalt und Ökosystemen steht kurz vor dem Abschluss

Eine umfassende Übersicht zum aktuellen Zustand der weltweiten Artenvielfalt und dem Beitrag der Natur für die Menschen nähert sich ihrer Fertigstellung. Ein wichtiger Schritt war das abschließende Treffen der Autoren dieses im Auftrag des Weltbiodiversitätsrats IPBES entstehenden Berichtes. Es fand Anfang August am Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum (SBiK-F) in Frankfurt am Main statt.
Senckenberg
Weiteres von IPBES
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EU-Kommission plant Fitness-Check der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) - Steckbrief zur EU-Wasserpolitik

Die Gewässer der EU sind noch lange nicht in dem "guten Zustand", in dem Umweltaktive sie gern hätten. Die EU-Kommission überprüft zurzeit die gesetzlichen Grundlagen für die europäische Wasserpolitik. Unter anderem sind ein Fitness-Check und eine Überprüfung der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) geplant. Umweltverbände fürchten, dass einige EU-Mitgliedstaaten diesen Prozess nutzen, um eine Verschiebung der Zielsetzung der WRRL oder eine Absenkung der Schutzstandards zu erreichen.
DNR EU-Koordination
BMU-Förderung für Krefelder Forschung zum Insektensterben wird verlängert und ausgeweitet

Die Krefelder Insektenforscher werden ihre Forschung zum Ausmaß und den Ursachen des Insektensterbens in den nächsten Jahren deutlich ausweiten können. Bundesumweltministerin Svenja Schulze überreichte heute im Rahmen ihrer Sommerreise einen Bewilligungsbescheid an Dr. Martin Sorg vom Entomologischen Verein Krefeld e. V. Das bereits seit 2016 laufende gemeinsame Forschungsvorhaben wird von ursprünglich 2018 bis 2021 verlängert, ausgeweitet und mit zusätzlichen Mitteln in Höhe von 150.000 Euro versehen.
BMU
Weiteres aus der Politik
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Verlorener Lebensraum stört Zusammenspiel der Arten

Agrarökologen der Universität Göttingen haben in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universitäten Gießen und Würzburg nachgewiesen, dass sich Pflanzen- und Insektengemeinschaften durch die Verkleinerung von Kalkmagerrasen ändern und so auch die Struktur von Nahrungsnetzen zwischen diesen Arten beeinflussen. Mit diesen Ergebnissen kann vorhergesagt werden, wie stabil diese Netze sind, wenn der Lebensraum weiter eingeschränkt wird. Die Studie ist in der Fachzeitschrift Nature Ecology & Evolution erschienen.
Uni Göttingen
Literweise Erbgut: Teichwasser verrät Tropenfrösche

Wenn ein Frosch in einen Teich hüpft, hinterlässt er dabei unweigerlich Spuren seines Erbguts. Senckenberg-Wissenschaftler haben jetzt anhand von Wasserproben aus dem bolivianischen Tiefland nachgewiesen, dass die Analyse dieser sogenannten Umwelt-DNA ausreicht, um die in einem Gewässer lebenden Froscharten zuverlässig zu bestimmen.
Senckenberg
Biodiversitätsdatenbank GBIF knackt die Milliardenmarke

Die Initiative GBIF verfolgt seit den frühen 2000er Jahren das Ziel, wissenschaftliche Daten und Informationen zur weltweiten Artenvielfalt zu sammeln und über das Internet frei und dauerhaft verfügbar zu machen. Mehr als 1.200 öffentliche und private Organisationen aus 123 Ländern beteiligen sich an der Datenerfassung. Rund 38 Millionen Daten stammen aus Deutschland. Die 1-Milliarde-Marke wurde jetzt mit Hilfe des französischen Nationalen Naturinventars geknackt.
UN-Dekade Biologische Vielfalt
Umfrage zur Verbesserung der Dienste und Instrumente für den Umgang mit Forschungsdaten

Die Universität Jena bittet im Rahmen des Forschungsprojekts GFBio (The German Federation for Biological Data, https://www.gfbio.org) um Informationen und Meinungen zu bestehenden Praktiken im Umgang mit Daten, insbesondere in den Biologie- und Umweltwissenschaften. Basierend auf Ihrer Antwort wollen wir unser Verständnis von rechenzentrierten Forschungsabläufen verbessern, um Empfehlungen zur Verbesserung bestehender Dienste, Tools und Methoden für den Umgang mit Ihren Forschungsdaten abzuleiten. Die Umfrage läuft bis 15. Oktober.
GFBio
Weiteres aus der Forschung
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Sie möchten auf eine Veranstaltung mit Biodiversitätsbezug hinweisen?
Schicken Sie uns einfach eine
Email mit Titel, Beschreibung, Datum, Veranstaltungsort und Web-Link auf Deutsch. Vielen Dank.
13.09.2018, Vechta
Tagung "'Anthropocenic Turn' Interdisziplinäre Perspektiven auf das 'Anthropozän'-Konzept"
05.09.2018 - 27.02.2019, Frankfurt a.M.
Vortragsreihe "Bedrohte Vielfalt - Der Artenschwund und seine Folgen"
10.10.2018, Berlin
9. Nationales Forum zur biologischen Vielfalt
21.-25.10.2018, Leiden / Österreich
Biodiversity_next
11./12.12.2018, Leipzig
4. Jahrestagung von iDiv
Weitere Termine
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Deadline: 31.01.2019
BMU-Projektaufruf zum Schutz von Insekten und zur Förderung der Insektenvielfalt
Deadline: 03.12.2018
BMBF-Ausschreibung: Pflanzenwurzeln und Bodenökosysteme: Bedeutung der Rhizosphäre für die Bioökonomie
Weitere Ausschreibungen
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Neuer Steckbrief des DNR zu GAP & SDGs: "Was nicht passt, wird passend gemacht!"

Neuer Steckbrief des DNR zu GAP & SDGs: "Was nicht passt, wird passend gemacht!"
Wie nachhaltig ist die europäische Landwirtschaftspolitik? Der DNR und das Forum Umwelt und Entwicklung analysieren in einem neuen Steckbrief, ob die Entwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) mit den globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung übereinstimmt.

Verantwortungsvoller Umgang mit neuen gentechnischen Verfahren

Positionspapier zu den Chancen und Risiken der Anwendung von „Genome Editing“ in der Landwirtschaft

EARTH OBSERVATION FOR BIODIVERSITY MONITORING: A review of current approaches and future opportunities for tracking progress towards the Aichi Biodiversity Targets

Die Ausgabe 72 der CBD Technical Series zeigt, wie Erdbeobachtungstechnologien in Systeme zur Überwachung der Biodiversität integriert werden können und sollten und, wie diese Ansätze relevante Indikatoren für die Aichi-Biodiversitätsziele weiter verbessern könnten. Der Bericht veranschaulicht einen klaren Weg von Beobachtungen, die von Fernerkundungsplattformen über Essential Biodiversity Variables bis hin zu Biodiversitätsindikatoren durchgeführt wurden, bis hin zur Bewertung der Fortschritte bei der Erreichung der Aichi-Biodiversitätsziele und letztlich zur Unterstützung evidenzbasierter Entscheidungen.
Weitere Literaturtipps
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Nature, 22.08.2018
The battle for the soul of biodiversity
An ideological clash could undermine a crucial assessment of the world’s disappearing plant and animal life.
ARD, 15.08.2018
Projekt "Icarus": Tierbeobachtung aus dem Weltraum
Spiegel-online, 09.08.2018
Die Erde wird grüner - aber
Mehr Bäume auf der Nordhalbkugel
Frankfurter Rundschau, 08.08.2018
Die Retter der Artenvielfalt
Der Weltbiodiversitätsrat bereitet einen globalen Aktionsplan vor, um das Artensterben zu stoppen.
Süddeutsche Zeitung, 02.07.2018
Artensterben: In der Natur ist etwas aus dem Gleichgewicht geraten
National Geographic, 21.06.2018
Kokain in Flüssen wird Fischen zum Verhängnis
SWR2, 17.05.2018
Mehr Hecke, weniger Gift - Was rettet die Insekten?
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Das Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung Deutschland (NeFo) ist ein Projekt zur inter- und transdisziplinären Vernetzung und Sichtbarmachung von der Biodiversitätsforschung in Deutschland über Institutionsgrenzen hinweg. Es wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und maßgeblich durchgeführt vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig - UFZ sowie dem Museum für Naturkunde Berlin - Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung.

KONTAKT
 
NeFo-Team (Sebastian Tilch)
c/o Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ
Department Naturschutzforschung
Tel. 0341/235-1062
Email: info@biodiversity.de

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