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Ada-Lovelace-Projekt Newsletter 03/2018

1. Aktuelles


 Calliope-Premiere an der Joseph-Mendelssohn-Grundschule in Koblenz 
 Explore Science 2018 - Mit dem Ada-Lovelace-Projekt auf Expedition ins Weltall

 

2. Wer wir sind und was wir machen


 Die Schnupperausbildung 2018 startet - und es gibt viele Gründe, sich zu bewerben!
 Früher Mentorin, heute MINT-Botschafterin - Interview mit Laura Hartmann


3. Neues von unseren MINT-Partnern


"Komm, mach MINT.": Women MINT-Slam auf der women&work
Initiative Klischeefrei: Rückblick auf die 1. Fachtagung
Vortragsvideos der GEWINN-Konferenz Gender & IT 2018 online
women&work: Kostenfreie virtuelle "Sommer Academy"

 

4. Neues aus der MINT-Welt


Nachrufe für bedeutende Frauen der Geschichte in der The New York Times
Dr. Xiaoxiang Zhu gewinnt den Ada Lovelace Award des PRACE
Ländercheck Informatik
Jetzt bewerben für das Female Tech Talents Stipendium

1. Aktuelles

Calliope-Premiere an der Joseph-Mendelssohn-Grundschule in Koblenz

„Die heutigen Grundschüler*innen werden auf einen völlig neuen Arbeitsmarkt treffen. Umso wichtiger ist es, den Kindern bereits am Anfang ihrer Bildungsbiografie Erfahrungen zu ermöglichen, dass sie Gestalter*innen sein können und nicht nur Konsument*innen in der digitalen Welt bleiben müssen.“  

Stephanie Justrie ist Projektleiterin am ALP-Standort Koblenz und testete den Calliope-Minicomputer im Juni erstmals an einer Koblenzer Grundschule. 21 Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse lernten mit Hilfe des Calliope mini, einem Mikro-Computer auf einer Platine, erste Programmierschritte kennen. Betreut wurden sie dabei von Mentorinnen des Ada-Lovelace-Projekts der Universität in Koblenz. Von Berührungsängsten war bei den Viertklässler*innen nichts zu spüren, sie konzentrierten sich mit viel Motivation auf die Aufgabe, den Calliope zum Mini-Klavier umzufunktionieren und entsprechend zu programmieren. 

Die Veranstaltung fand im Rahmen des Pilotprojekts „Coding Detectives“ des rheinland-pfälzischen Bildungsministeriums statt. Die „Coding Detectives“ sind ein Kooperationsprojekt des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS, der Calliope gGmbH, dem Pädagogischen Landesinstitut, Google Deutschland und dem Ada-Lovelace-Projekt. Gerade junge Schüler und Schülerinnen der Primar- und Orientierungsstufen sollen mit der Arbeit an den Mikrocomputern „Calliope mini“ spielerisch an Grundkonzepte der Programmierung und der automatisierten Informationsverarbeitung herangeführt werden. Das Ada-Lovelace-Projekt wird landesweit in die Lehrerfortbildungen eingebunden sein.

Zum Abschluss durften alle Teilnehmenden ihre Ergebnisse präsentieren: „Es war sehr spannend und cool an diesem Projekt teilzunehmen. Besonders toll war es, die Töne mit Hilfe der LEDs zum Leuchten zu bringen. So konnten wir die Töne hören und sehen. Ich hätte mir nicht vorstellen können, dass Calliope so etwas kann", sagte eine Schülerin.
Jutta Hanssen-Sowa, Schulleiterin der Grundschule, zeigte sich ebenfalls begeistert von dem großen Engagement und den positiven Rückmeldungen: „Es ist toll, dass unsere Schüler zum Abschluss ihres PC-Führerscheins auch noch erste Schritte im Programmieren machen konnten. Wir freuen uns auf eine Fortsetzung im neuen Schuljahr.“

Explore Science 2018 – Mit dem Ada-Lovelace-Projekt auf Expedition ins Weltall 

Monatelange Vorbereitungen gehen dem ALP-Auftritt auf der Explore Science voraus – Bereits im Herbst des Vorjahres bilden die Mentorinnen eine eigene Arbeitsgruppe für die Messe, um die Workshoptage zu konzipieren und vorzubereiten. Das große Motto für 2018 lautete: Weltall. Es kam bei sämtlichen Mitmachstationen und Workshops zum Einsatz. So warfen die Mentorinnen mit den Besucher*innen durch selbstgebastelte 3D-Brillen einen Blick in den Weltraum, bauten mit ihnen Satelliten und sahen Robotern bei ihrer Fahrt um die Erde zu. Viele jungen Forscherinnen und Forscher schauten spontan vorbei, andere kamen gemeinsam in Schulklassen. Insgesamt ließen 1.500 Mädchen und Jungen im ALP-Zelt ihrem Forscherdrang freien Lauf.

Jede Menge Spaß für die Besucher*innen – aber auch viel Arbeit für die Mentorinnen aus Kaiserslautern, die zusätzlich von Mentorinnen des Projektstandorts Mainz unterstützt wurden, um das Angebot stemmen zu können. Für die ist die Explore Science aber „so ein bisschen wie eine Klassenfahrt“, sagt Mentorin Julia; die Messe ist eine optimale Möglichkeit, „zu zeigen, was das Ada-Lovelace-Projekt bewirken kann und wie sehr es uns am Herzen liegt“.

Susanne Eisel,
Projektleiterin an der TUK

Ein weiteres Highlight steht bevor: Im August werden die Mentorinnen ihr Projektangebot erstmals auf die Explore Science nach Bremen bringen: MINT mobil!

Fünf Tage lang strömten über 52.000 Besucher zu Explore Science, den naturwissenschaftlichen Erlebnistagen der Klaus Tschira Stiftung, in den Luisenpark Mannheim. 46 Mitmachstationen zum Thema Astronomie lockten Besucher aller Altersklassen zum Erforschen, Erleben und Entdecken. Bereits zum 13. Mal fand die Explore Science statt, das Ada-Lovelace-Projekt Kaiserslautern ist seit 2010 fester Partner.

2. Wer wir sind und was wir machen

Die Schnupperausbildung 2018 startet - und es gibt viele Gründe, sich zu bewerben!

Warum, das erklärt Euch Projektleiterin Ruth Sandforth vom Standort Koblenz. 

Ruth, Du hast in diesem Jahr zum ersten Mal die Schnupperausbildung organisiert. Wie war das für Dich?
Spannend, herausfordernd und hochinteressant! Ich habe viele unterschiedliche Betriebe, Berufe, von denen ich vorher nicht einmal wusste, dass es sie gibt, und engagierte Ausbilder*innen kennengelernt. Ich bin ja in ein Projekt gekommen, das schon über ein sehr gutes Netzwerk und tolle Kooperationsunternehmen verfügt, es hat mir großen Spaß gemacht, darauf aufzubauen und unser Angebot für die Schülerinnen um Berufe und Unternehmen aus dem MINT-Bereich zu erweitern.
 
Was erleben die Schülerinen in der Schnupperausbildung?
Die Schülerinnen erleben in den Kooperationsbetrieben des ALP einen Tag "Miniausbildung". Das Tolle an unserer Schnupperausbildung ist ja, dass die Unternehmen nicht nur ihre Tore öffnen, um Betriebsrundgänge oder Informationsmaterial über die dort angebotenen Ausbildungsberufe oder Dualen Studiengänge anzubieten, sondern dass die Schülerinnen selbst tätig werden. Das bedeutet, dass sie selbst an der Werkbank stehen und löten oder fräsen, eine computergestützte Diagnostik des Hörvermögens, Materialanalysen oder eine kleine topographische Vermessung durchführen und so in jeden der vorgestellten Berufe praktisch "hereinschnuppern" können.
 
Wie sieht die Begleitung durch die Mentorinnen aus?
In den Betrieben werden die Auszubildenden – wenn vorhanden weibliche – eng mit in die Organisation und den Schnuppertag für die Schülerinnen eingebunden. D.h., dass sie während der Hospitation für alle Fragen rund um die Ausbildung bereitstehen und die Schülerinnen an diesem Tag mitbetreuen. Natürlich sollen die Schülerinnen dieses Angebot auch nutzen, um Fragen zu stellen, für die man sonst eher keine Ansprechpartnerin hat, z.B.: "Wie ist das Betriebsklima?", "Ist es seltsam, dass nur wenige Frauen hier arbeiten?", "Ist die Berufsschule sehr schwer?", "Wie kommst Du mit den anderen Azubis und Ausbilder*innen zurecht?" etc.  Teilweise haben wir bereits lang bestehende Kooperationen, die auch außerhalb der Schnupperausbildung sehr gut funktionieren; die weiblichen Auszubildenden der Debeka unterstützen uns z.B. auf Berufsmessen. Aber auch neue Kooperationsbetriebe haben tolle Ideen: Bei Mercedes Benz Nutzfahrzeuge hat eine junge Auszubildende den Schnuppertag für die Schülerinnen selbst organisiert!

Während des Hochschulinfotages am Campus Koblenz werden die Schülerinnen von Mentorinnen betreut, die selbst an der Hochschule Koblenz oder an der Universität Koblenz-Landau MINT-Fächer studieren. Die Mentorinnen stehen für alle Fragen rund um das Studium zur Verfügung, zeigen den Campus, gehen mit den Schülerinnen in die Mensa und in Lehrveranstaltungen. Dadurch erhalten die Schülerinnen einen unmittelbaren und viel tieferen Einblick in ein Studium, als dieser über Broschüren oder Websites vermittelt werden kann. Und an der Carl-Benz-Schule (BBS Technik) stehen selbstverständlich auch Schülerinnen und Lehrerinnen aus technischen Fächern für Fragen aller Art bereit.
 
Welche Erwartungen haben die beteiligten Unternehmen?
Die Unternehmen wünschen sich natürlich engagierte und interessierte Hospitantinnen! Die Verantwortlichen in den Betrieben geben sich jedes Jahr sehr viel Mühe und stellen tolle Programme auf die Beine, die natürlich Personal und Ressourcen binden. Das machen die Unternehmen gern, sie freuen sich ja auf die Schülerinnen. Aber im Gegenzug wünschen sie sich Schülerinnen, die aufmerksam bei der Sache sind und mit viel Neugierde für die Berufe und Unternehmen in die Schnupperausbildung gehen. Am besten ist natürlich, wenn es zwischen dem Betrieb und einer Schülerin funkt und im Rahmen der Schnupperausbildung ein echter Ausbildungsplatz vergeben wird –  das freut nicht nur die Unternehmen, sondern uns auch!
 
Warum sollten die Schülerinnen sich unbedingt für die Schnupperausbildung bewerben?
Weil sie nur bei uns die Möglichkeit haben, authentische Einblicke in MINT-Berufe zu erlangen und ihre eigenen Talente in der Praxis zu erforschen! Keine Infoveranstaltung kann das Ausprobieren ersetzen und der Kontakt zu den Mentorinnen, ob an der Uni oder im Unternehmen, ist einfach Gold wert. Denn die Auszubildenden und Studentinnen sind noch nicht so weit weg von den Schülerinnen und haben sich ganz ähnliche Fragen zu Beginn ihrer Ausbildung gestellt oder können mögliche Ängste viel besser nachvollziehen. Denn eines ist ja klar, Frauen können genauso gut im MINT-Bereich arbeiten und dort spannende und vielfältige Berufe für sich erobern, man muss sich nur trauen. Deshalb sollten Schülerinnen an der Schnupperausbildung teilnehmen.

Wer Lust bekommen hat, selbst an der Schnupperausbildung teilzunehmen findet auf unserer Homepage weitere Informationen und die Anmeldung: Link für Realschülerinnen, Link für Abiturientinnen 

Früher Mentorin, heute MINT-Botschafterin - Interview mit Projektleiterin Laura Hartmann vom Standort Worms

Laura Hartmann ist MINT-Botschafterin an der Hochschule Worms und seit Frühjahr 2018 ehrenamtliche Projektleiterin im Ada-Lovelace-Projekt. Sie hat einen Bachelor-Abschluss in Angewandter Informatik und einen Master in Mobile Computing. Die gebürtige Pfälzerin lebt seit 2010 in Worms.

Woher kennst du das Ada-Lovelace-Projekt?       
Ich habe als Studentin selbst beim Ada-Lovelace-Projekt als Mentorin mitgewirkt und fand es damals schon toll! Ein großes bekanntes Netzwerk, welches sich aktiv für Mädchen/Frauen engagiert!
 
Was machst Du als MINT-Botschafterin an der Hochschule Worms?
Mein Aufgabenfeld als MINT-Botschafterin umfasst zum einen die Beratung von Studierenden, als auch das Heranführen von Schülerinnen und Schülern an die Informatik. Dabei schaue ich, dass ich über verschiedene Aktivitäten wie Ferien- und Schnupperkurse (zum Beispiel unsere jährliche Informatik-Challenge) das Interesse der Schüler/innen an der Informatik wecke.
 
Mit welchen Bildungsträgern kooperiert ihr und an wen richten sich die Angebote?
Ich pflege derzeit Kooperationen mit acht Schulen - bald bekommen wir noch eine neunte Schule dazu. Unsere Angebote richten sich hierbei an die unterschiedlichsten Klassenstufen. Bei Kindern (8-12 Jahre) kommt unsere Kinderuni und deren Pendant die Kinderuni+ sehr gut an.
 
Welche Rolle spielen Mädchen als Zielgruppe für eure Mitmach-Angebote?
Eine große - neben ausgewählten Events, die nur für Mädchen ausgelegt sind (wie z. B. der Girls' Day) freut es uns auch sehr, bei jedem unserer Events einen Anteil Mädchen/Frauen begrüßen zu dürfen! Tatsächlich ist dieser (Anteil) oft auch größer als der der Jungs/Männer.
 
Wie möchtest Du vor allem Mädchen für MINT gewinnen?
Wir bieten dieses Jahr unter anderem wieder tolle Ferienkurse in den Herbstferien an! Diese haben wir in diesem Jahr so verteilt, dass besonders interessierte 8-10.-Klässler/innen die Möglichkeit haben, jeden dieser Kurse besuchen zu können - im letzten Jahr gab es hierbei noch einige Überschneidungen. Auch stehen wir in Kontakt mit anderen Kooperationspartern, die beispielsweise über ihre Aktionen mit ihren Mädchen bei uns Schnuppervorlesungen besuchen.
 
Was planst du als nächstes für den Projektstandort Worms?
Der nächste Schritt ist, engagierte Mentorinnen zu finden – ich habe schon zwei Studentinnen ausfindig gemacht, die im nächsten Semester gerne als Mentorinnen arbeiten würden!

 

3. Neues von unseren MINT-Partnern

Komm, mach MINT.: Women MINT-Slam auf der women&work

Neben der Möglichkeit zahlreiche attraktive Arbeitgeber der MINT-Branche kennenzulernen und mit anderen MINT-Frauen, die ebenfalls am Start ihrer Karriere stehen, zu networken, war eines der Highlights für Besucherinnen der women&work im April sicherlich der alljährlich von "Komm, mach MINT." organisierte Women MINT-Slam. 

Fünf MINT-Frauen aus unterschiedlichsten Berufsbereichen berichteten unterhaltsam von ihren Karrierewegen und inspirierten Zuschauerinnen. Doris Kohl, die die Personalabteilung ihrer Firma mit neuen IT Lösungen unterstützt, riet dazu Chancen zu ergreifen, wenn sie sich bieten. Svetlana Vlajkov slammte über ihre Begeisterung für das Bauingenieurwesen. Vera Mikosch erinnerte daran, dass alle MINT-Frauen vor den gleichen Herausforderungen stehen und wie wichtig es ist, sich zu vernetzen und zu unterstützen. Nyelete Sara Goncalves Chilenge riet dazu, sich auch mal zu bewerben, wenn das Stellenprofil nicht hundertprozentig passt. Und Kaja Schleich plädierte für Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten statt ständigem Perfektionismus. 
Für alle, die den MINT-Slam nicht live miterleben konnten, gibt es jetzt einen Rückblick im Video.

Initiative Klischeefrei: Rückblick auf die 1. Fachtagung

© Klischeefrei | Fotografin: Bettina Straub

Mit rund 250 Partnerinnen und Partnern sowie Gästen aus der Politik, Wissenschaft und Gesellschaft, die sich am 12. und 13. Juni auf Einladung der Initiative Klischeefrei in Berlin trafen, war die erste Fachtagung der Initiative ein großer Erfolg. 

Wir freuen uns sehr, mit vor Ort gewesen zu sein und gratulieren unserem Kooperationspartner zu einer gelungenen Veranstaltung!

Einen ausführlicheren Rückblick auf die Veranstaltung finden Sie hier

Vortragsvideos der GEWINN-Konferenz Gender & IT 2018

Am 14. und 15. Mai fand in Heilbronn die GEWINN-Konferenz Gender & IT 2018 statt. Insgesamt rund 150 Forscherinnen und Forscher der Felder Technology-, Science- und Gender-Studies kamen zusammen, um den internationalen Stand der Forschung zu Gender und IT vorzustellen und zu diskutieren. Mehr Informationen zur Konferenz finden Sie hier

Einige der Vorträge können sich nun alle Interessierten auf dem YouTube-Kanal unseres Partners "Komm, mach MINT:" anschauen. Die vollständige Playlist kann hier gefunden werden. Neben den Begrüßungsansprachen von Nicola Marsden, Conference Chair und Leiterin des GEWINN-Verbundprojektes, Raoul Zöllner, dem Prorektor der Hochschule Heilbronn und Christine Regitz von der SAP SE, finden Sie dort viele spannende Vorträge aus den Sessions der Konferenz.

women&work: Kostenfreie virtuelle „Sommer Academy”

Die Veranstalter der women&work, Europas größtem Messe-Kongress für Frauen, bieten am Samstag, 1. September von 12:00-16:00 Uhr eine virtuelle kostenfreie „Sommer Academy“ an. Vier kostenfreie Webinare geben Einblicke und weiterführende Impulse zu folgenden Themen:

  • „Das Kompetenz-Rad - Vier Schlüsselkompetenzen der Zukunft“
  • „Frauen führen anders: Mit werteorientierter Führung (in Männerdomänen) überzeugen“
  • „Erfolgreiche Positionierung für Frauen“
  •  „Wertschöpfung „Ich“: Persönliche Stärken kennen und richtig kommunizieren“

Teilnehmen können immatrikulierte Studentinnen und Absolventinnen deutscher und ausländischer Hochschulen. Die Webinar-Sprache ist Deutsch. Die Teilnahme ist unter Vorlage einer gültigen Immatrikulationsbescheinigung möglich. 
Zur Teilnahme an der Sommer Academy benötigen die Teilnehmerinnen lediglich einen Webbrowser, den Adobe Flash® Player und einen aktivierten Lautsprecher an ihrem Computer. 

Weitere Infos und Anmeldung finden Sie hier.

4. Neues aus der MINT-Welt

Nachrufe für bedeutende Frauen der Geschichte in der The New York Times

Bereits seit 1851 veröffentlicht die amerikanische Zeitschrift The New York Times Nachrufe für kürzlich Verstorbene, die ihre Zeit geprägt haben. Betrachtet man das Archiv der Nachrufe, zeigt sich jedoch, dass diese bemerkenswerten Menschen in der Vergangenheit zumeist Männer waren. Ein Zustand, der sicherlich kritisiert werden sollte, denn wie und an welche Menschen wir uns als Gesellschaft erinnern, sagt viel darüber aus, was und wen wir wertschätzen. 

Daher hat die New York Times die neue Reihe Overlooked ins Leben gerufen, in deren Rahmen wöchentlich Nachrufe auf Frauen der Geschichte veröffentlicht werden, die bisher übersehen wurden. Unsere Namensgeberin Ada Lovelace darf bei einer solchen Auflistung natürlich nicht fehlen. Ihren Nachruf finden Sie hier. Die Reihe bietet aber auch viele weitere höchst interessante und lesenswerte Nachrufe: zum Beispiel den von Ida B. Wells, amerikanische Journalistin und Aktivistin gegen Lynchmorde schwarzer Amerikaner*innen oder Qiu Jin, feministische Poetin und Kämpferin gegen Chinas strikte Geschlechterrollen für Frauen oder Sophia Perovskaya, russische Revolutionären, nach der sogar ein Planet benannt wurde. Die komplette Reihe finden Sie hier

Dr. Xiaoxiang Zhu gewinnt den Ada Lovelace Award der PRACE

Einmal im Jahr wird der Ada Lovelace Award der Partnership for Advanced Computing in Europe an eine junge europäische Forscherin verliehen, die nicht nur wissenschaftlich zum Feld des Höchstleistungsrechnens beigetragen hat, sondern auch ein Vorbild darstellt für andere junge Frauen, die ebenfalls eine Karriere in diesem Bereich anstreben. 

In diesem Jahr ist die Preisträgerin Dr. Xiaoxiang Zhu. Gemeinsam mit ihrem Team arbeitet Dr. Zhu daran, satellitengestützte Erdbeobachtungstechnologien zu nutzen, um die Kartierung von Städten und deren Dynamik im globalen Maßstab zu erforschen. Ihre Arbeit ermöglicht es den Forscher*innen, Veränderungen an Gebäuden bis in den Millimeter-Berech hinein zu beobachten. In Zukunft soll es möglich gemacht werden, globale 3D-Stadtmodelle nicht nur zu beobachten, sondern auch ihre zeitlichen Veränderungen vorherzusagen. 

Die Einsatzmöglichkeiten dieser Technologien sind vielfältig: Städteplaner*innen können Risiken rechtzeitig erkennen und vermeiden. Gerade in Großstädten mit informellen Siedlungen oder sog. Slums würde es wesentlich einfacher werden, grundlegende Infrastrukturen wie Bildungseinrichtungen, Gesundheits- und Wasserversorgung an den tatsächlich Bedarf anzupassen. 

Ländercheck Informatik: Großer Bedarf an Fachkräften, viele StudienabbrecherInnen, Wachstumsmangel beim Lehrpersonal

Informatik gilt als neue Universalwissenschaft, die Nachfrage nach gut ausgebildeten Menschen mit professionellen IT-Kenntnissen steigt - doch wie reagieren die Bundesländer auf diese Nachfrage? Das hat der vom Stifterverband herausgegebene Ländercheck Informatik jetzt untersucht. 

Generell lässt sich feststellen, dass Informatiker*innen in Deutschland gute Arbeitschancen haben. Die Arbeitslosenquote für ITler lag 2016 bei nur 3 Prozent, die Zahl der gemeldeten Stellen auf Rekordniveau. Auch die Zahl der Studienanfänger*innen im Informatik-Bereich stieg in den letzten fünf Jahren um 19,3 Prozent - besonders beeindruckend wenn man bedenkt, dass im gleichen Zeitraum die Gesamtzahl der Studienanfänger*innen um 2,2 Prozent gesunken ist. Beunruhigend ist jedoch die hohe Abbruchquote in Informatik-Studiengängen: 45 Prozent an Universitäten und 41 Prozent an Hochschulen. Dies kann zwar unterschiedlichste Gründe haben, beispielsweise dass Studierende bereits vor ihrem Abschluss von Firmen angeworben werden, sollte aber trotzdem nicht ignoriert werden. Wenig verändert hat sich die (fehlende) Geschlechtsdiversität in der Informatik. Obwohl der Frauenanteil in den letzten fünf Jahren um immerhin vier Prozent gestiegen ist, ist noch immer nur jede fünfte Studentin weiblich. In zahlenmäßig kleineren Studiengängen, wie beispielsweise der medizinischen Informatik und Bioinformatik lässt sich jedoch schon fast ein Gleichgewicht der Geschlechter beobachten (45 Prozent bzw. 38 Prozent Frauenanteil). 

Deutschlandweit macht die Informatik heute starke 7,8 Prozent des gesamten Bildungsangebots aus. Die Zahl des wissenschaftlichen Personals im Fachbereich ist seit 2011 um 9,5 Prozent gestiegen sowie auch die Zahl der hauptberuflichen Professuren. Im Vergleich zum generellen Anstieg des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals (14,7 Prozent) ist das Wachstum aber unterdurchschnittlich. 

Insgesamt gehen Saarland und Sachsen als deutliche Gewinner des Länderchecks hervor. Rheinland-Pfalz schneidet bei allen 12 untersuchten Indikatoren mittelmäßig ab. Interessierte können hier den vollständigen Bericht herunterladen. 

Jetzt bewerben für das Female Tech Talents Stipendium

Das Jobportal Campusjäger beschäftigt sich intensiv mit dem Thema Frauen in der IT und hat daher nun mit Kooperationspartnern wie bspw. den Digital Media Women und den Magazinen EDITION F und t3n das “Female Tech Talents” Stipendium ins Leben gerufen. Es soll talentierte Studentinnen, die sich für die Tech Branche interessieren, kurzfristig finanziell fördern und langfristig ihre Netzwerke durch Mentoring und Coaching gezielt aufbauen.

Dahinter steckt der Gedanke, die Vorbilder von morgen im Berufseinstieg zu unterstützen, zu vernetzen und sichtbar zu machen. Die Vorstellung interessanter Studentinnen und Absolventinnen soll außerdem einen Beitrag dazu leisten, in der nächsten Generation Schülerinnen das Interesse an Informatik und der Tech-Branche zu wecken. Den digitalen Flyer mit allen Informationen zur Bewerbung finden Sie hier

5. Ausblick

31. Juli
31. Juli bis 04. August

17. bis 18. August
30. August
Einreichungsschluss MINT-Award IT, Link
informatica feminale Baden-Württemberg, Link

Landesweites Mentorinnentreffen des ALP
Infotag für Studieninteressierte an der Uni Trier, Link

MINT Fakt des Monats 

Das Schülerlabor "Digitale Medien" in Nordrhein-Westfalen will mit seinen handlungsorientierten Workshops anknüpfen an den alltäglichen Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen, die in der digitalen Welt aufgewachsen und zu Hause sind. Statt Medien nur passiv zu konsumieren sollen sie einen verantwortungsvollen Umgang mit digitaler Technik lernen und selbst zu aktiven Medienproduzent*innen werden. Der Schwerpunkt der Workshops liegt daher auf der produktiven Filmarbeit. 

Im Projekt "Berufe-Klappe" konnten jetzt 12 Schüler*innen der Gesamtschule Rheda-Wiedenbrück ihr Produktionstalent unter Beweis stellen. Inhalt der ersten Filme ist die Vorstellung verschiedener MINT-Ausbildungsberufe im Autohaus. 

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier. Die erste Staffel der Serie gibt's auf Youtube

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Das Ada-Lovelace-Projekt wird vom Europäischen Sozialfonds sowie dem rheinland-pfälzischen Frauenministerium und dem Wissenschaftsministerium gefördert.
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Ada-Lovelace-Projekt · Zentrale Koordinierungsstelle · Universität Koblenz-Landau
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