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Ada-Lovelace-Projekt Newsletter 05/2018

1. Aktuelles


Kaiserslautern: MINT-Tag zum 200jährigen Schuljubiläum
Erfolgreiche AG - Premiere an der Schönstätter Marienschule in Vallendar

 

2. Wer wir sind und was wir machen


Personalwechsel in der Zentralen Koordinierungsstelle des Projekts
Katharina und Nina sind die neuen Gesichter des Projekts
 

3. Neues von unseren MINT-Partnern


Initiative Klischeefrei: BDA, DIHK und ZDH treten der Initiative bei
meccanica feminale 2019: Jetzt anmelden!
informatica feminale 2019: Call for Lectures
 

4. Neues aus der MINT-Welt


Kunstausstellung Computer Grrrls in Dortmund eröffnet
Broschüre "SCIENCE MEETS FICTION" erschienen
Amazon testet Künstliche Intelligenz im Bewerbungsverfahren
Forbes kürt Europa's 50 Top Women in Tech 

 

1. Aktuelles

Kaiserslautern: MINT-Tag zum 200jährigen Jubiläum des Rittersberggymansium

200 Jahre ist das Rittersberggymnasium in Kaiserslautern bereits alt, aber kein bisschen angestaubt. Ganz im Gegenteil: Im Jubiläumsjahr hat das Gymnasium so einige Veranstaltungstage organisiert, um das breite Profil der Schule zu zeigen. Als MINT-freundliche Schule darf dann natürlich ein MINT-Tag nicht fehlen. Hierzu wurden am 25. Oktober auch externe Kooperationspartner eingeladen, sich aktiv an der Gestaltung zu beteiligen.

Nach der Begrüßung durch Schuldezernent Joachim Färber und der Preisverleihung der MINT-Wettbewerbe der einzelnen Klassenstufen in der Turnhalle, verteilten sich die rund 1000 Schülerinnen und Schüler auf die verschiedenen MINT-Angebote. Unsere Mentorinnen der Technischen Universität Kaiserslautern boten die Workshops „Traum vom Fliegen“ und „Roberta und die grüne Stadt“ an. Schüler*innen, Lehrkräfte und auch Eltern konnten sich am Info-Stand über weitere Angebote unseres Projektes informieren.

Das Ada-Lovelace-Projekt und der Rittersberg – eine Verbindung, die schon lange besteht. Nicht zuletzt da die Projektleitung, Susanne Eisel, selbst dort Schülerin war. Die Schule bietet ihren Schülerinnen durchlaufend in ihrer Schulzeit die Möglichkeit, an ALP-Angeboten teilzunehmen.

So finden bereits in der 5. Klasse Lötkurse und Programmiersessions mit Kara statt. In der 7. Klasse bekommen die Mädchen einen Einblick in die Erneuerbaren Energien, und in Klassenstufe 9 vertiefen sie ihre Programmierkenntnisse in Roberta-Kursen. Oberstufenschülerinnen bietet sich die Möglichkeit, an der eigens für die Schule organisierten MINT-Akademie am Campus der TU Kaiserslautern teilzunehmen und verschiedene Studiengänge kennenzulernen.
Schülerinnen programmieren Roberta...
...und lassen sie dann auf die "grüne Stadt" los

Vernetzt euch mit uns auf LinkedIn!

Wir haben jetzt auch eine offizielle Unternehmensseite auf LinkedIn! 

Ehemalige des Projekts sind außerdem herzlich dazu eingeladen, unserer Gruppe für Alumnae beizutreten und mit ehemaligen Mentorinnen und Projektleiterinnen in Verbindung zu bleiben!

Erfolgreiche AG - Premiere an der Schönstätter Marienschule in Vallendar

Mit dem neuen Schuljahr startete das ALP an der Universität Koblenz-Landau wieder fünf schulische Arbeitsgemeinschaften. Ein Großteil dieser AGs findet an langjährigen Kooperationsschulen statt. In diesem Schuljahr konnten erfreulicherweise zwei neue Schulen mit aufgenommen werden: die Schönstätter Marienschule (Gymnasium und Realschule plus) und das Rhein-Wied-Gymnasium in Neuwied.

Themenschwerpunkt der AG an der Schönstätter Marienschule ist der sogenannte ALP- PC- Führerschein. Das Angebot steht im Kontext der besonderen MINT-Förderung, die an der Mädchenschule in Vallendar einen besonders großen Stellenwert hat. Das AG-Vorhaben, das Projekt und die Namensgeberin Ada Lovelace wurden bei einer großen Informationsveranstaltung für die 5. und 6. Klassen durch die beiden Mentorinnen Anna Gröhl und Marina Gertner vorgestellt.

Mentorin Anna und die Anwärterinnen auf den PC-Führerscheins

Um den PC-Führerschein erwerben zu können, erhalten die Teilnehmerinnen Tipps und Tricks zum richtigen Umgang mit dem Computer, lernen Betriebssystem und Binärcodes, die Grundlage für die Verarbeitung digitaler Informationen, kennen und erforschen sein Innenleben. Besonderes Highlight des Angebots werden sicherlich die nagelneuen Calliope minis sein, die die Teilnehmerinnen mit tatkräftiger Unterstützung der Mentorinnen programmieren werden. Der Calliope ist ein Mini-Computer auf einer sternförmigen Platine, der sich über einen webbasierten Editor im Handumdrehen programmieren lässt. Auch hier gibt es eine Menge Projekte und Ideen, die umgesetzt werden können, vom Schrittzähler über das Leuchtmittel für den Roller bis hin zum Mini-Klavier. Krönender Abschluss werden die Übergabe der AG-Zertifikate und natürlich der ALP-PC-Führerschein sein.

Die begeisterte Resonanz der Schülerinnen zeigte sich auch in den sehr hohen Anmeldezahlen von über 40 Teilnehmerinnen. Um allen interessierten Mädchen gerecht werden zu können, wird eine Gruppe im 1. Halbjahr teilnehmen und die zweite Gruppe im 2. Schulhalbjahr.

2. Wer wir sind und was wir machen

Personalwechsel in der Zentralen Koordinierungsstelle des Projekts

Zum 30. September hat Anne Romahn das Ada-Lovelace-Projekt verlassen und die Leitung der Zentralen Koordinierungsstelle am Standort Koblenz wieder an Anja Schwarz übergeben, die nun nach zwei Jahren aus der Elternzeit zurückkehrt.

Anne Romahn
Auf ihre Zeit im Projekt schaut Anne äußerst positiv zurück: 

„Ich habe unglaublich gerne im Ada-Lovelace-Projekt gearbeitet, weil es einen tollen und wichtigen Zweck verfolgt und von sehr engagierten Mitarbeiterinnen getragen wird.

Durch die Leitung der Zentralen Koordinierungsstelle habe ich mich persönlich sehr weiterentwickelt. Es war für mich eine sehr wertvolle Erfahrung, die mit vielen schönen Erinnerungen verknüpft ist - zum Beispiel, dass ich das 20jährige Jubiläum des Projekts und den Tag der Deutschen Einheit mit organisieren durfte.

Ich wünsche dem Projekt und allen Beteiligten nur das Beste!“

Anne wird sich nun neuen Herausforderungen zuwenden und im nächsten Jahr ihre Promotion an der Universität Koblenz-Landau beginnen. Wir vom Ada-Lovelace-Projekt wünschen ihr hierfür alles Gute und viel Erfolg!

Anja Schwarz


Anja Schwarz übernimmt die Zentrale Koordinierungsstelle in einer spannenden Phase:

„In den zwei Jahren meiner Abwesenheit hat sich im Projekt unheimlich viel Positives getan, an das ich nun anknüpfen kann. Es sind viele neue Ideen entstanden und das Projekt hat sich zum Kompetenzzentrum weiterentwickelt.

Ich freue mich, wieder dabei zu sein und die eingeleiteten Schritte nun zusammen mit einem tollen Team weiter umzusetzen.“

Katharina und Nina sind die neuen Gesichter des Ada-Lovelace-Projekts

Katharina Vaßen, 23, macht gerade ihren Master in Angewandter Mathematik. Nina Blank, 20, studiert im 4. Bachelorsemester Wirtschaftsmathematik. Beide engagieren sich am RheinAhrCampus Remagen als Mentorinnen für das Ada-Lovelace-Projekt und werden das Projekt schon bald als die neuen Gesichter auf Plakaten und Flyern repräsentieren. 

Im Interview sprechen sie mit uns über ihren Werdegang als Mentorinnen und MINT-Frauen und darüber, wie es ist, die neuen Gesichter des Projekts zu sein. 

Nina (links) und Katharina (rechts) mit der Roboterdame "Roberta"

Welches Fach studiert ihr und wie seid ihr auf diesen Studiengang gekommen?
Katharina: Im Oktober dieses Jahres habe ich erfolgreich meinen Abschluss im Bachelorstudiengang Wirtschaftsmathematik erworben. Ich habe dieses Semester mit dem Masterstudium Applied Mathematics (Angewandte Mathematik) mit dem Schwerpunkt Aktuar- und Finanzmathematik am RheinAhrCampus in Remagen begonnen. Der Studiengang baut auf dem Bachelorstudiengang Wirtschaftsmathematik auf.
Die Mathematik hat mich schon in meiner Schulzeit sehr begeistert, und da der Leistungskurs Mathematik meine Neugier noch mehr geweckt hat, habe ich mich für ein Studium der Mathematik entschieden. Die Spezialisierung auf die Wirtschaftsmathematik habe ich gewählt, um möglichst praxisnah zu studieren und die Mathematik anwenden zu können.

Nina: Ich habe mich schon immer für die MINT-Fächer interessiert. Meine Vorliebe für Mathematik wurde jedoch erst in der Oberstufe durch meinen Mathematiklehrer wirklich gefestigt. Er hat den Unterricht sehr gut gestaltet und es geschafft, mich langfristig für das Fach Mathematik zu motivieren. Bei der Hochschulinformationsmesse in Koblenz wurde ich das erste Mal auf den Studiengang Wirtschaftsmathematik am Rhein-Ahr-Campus aufmerksam. Um den Campus in Remagen genauer kennenzulernen, habe ich in der Oberstufe am Girls'Day am Rhein-Ahr-Campus teilgenommen. An diesem Tag hat mich ein Gespräch mit Katharina dazu motiviert, selbst in Remagen Wirtschaftsmathematik zu studieren.


Wieso habt ihr euch dazu entschlossen, euch als Mentorinnen im ALP zu engagieren?
Katharina: Durch die in der Gesellschaft verankerten Vorurteile gegenüber Frauen im MINT-Bereich, ist es für Schülerinnen oft schwieriger, sich in diesen Bereichen fortzubilden und ihre Stärken und Interessen zu entwickeln. Mit meiner Arbeit beim ALP habe ich die Chance, junge Frauen zu ermutigen, ihre Stärken zu nutzen und auch neue Fähigkeiten und Interessen zu entdecken. Ich möchte meine Begeisterung für die MINT-Fächer und insbesondere die Mathematik weitergeben, Schülerinnen neue Perspektiven und Karrieremöglichkeiten aufzeigen und ihr Selbstbewusstsein stärken.

Nina: Das ALP hat dazu beigetragen mein Interesse für den MINT-Bereich zu wecken. Ich habe in der sechsten Klasse bereits selbst an einer „Mädchen und Technik“-AG teilgenommen, die vom ALP an meiner Schule, dem Megina-Gymnasium in Mayen, angeboten wurde. Beim Girls'Day wurde ich, wie bereits erwähnt, ein zweites Mal auf das ALP aufmerksam. Es ist dem Projekt also nicht nur gelungen, mein Interesse im MINT-Bereich zu wecken, sondern es hat mich auch darin bestärkt, einen entsprechenden Studiengang zu wählen. Für diese Erfahrung bin ich sehr dankbar und würde diese gerne weitergeben. Aus dem Grund habe ich mich im zweiten Semester dazu entschlossen, selbst Mentorin im ALP zu werden.

Was gefällt euch am besten an der Arbeit als Mentorinnen?
Nina: Mir gefällt es, gemeinsam mit den Schülerinnen an konkreten technischen und naturwissenschaftlichen Aufgaben zu arbeiten und so ihr Interesse zu wecken und ihre individuellen Fähigkeiten ohne schulischen Druck zu fördern. Am liebsten halte ich Roberta-Kurse und bringe den Schülerinnen spielerisch das Programmieren näher. Die Arbeit mit den Schülerinnen macht unglaublich Spaß und ist sehr vielseitig.

Katharina: Am Schönsten ist es, wenn man während eines Workshops merkt, dass die Mädchen in ihren Aufgaben aufblühen. Oftmals starten sie sehr skeptisch und mit Zweifeln an den eigenen Fähigkeiten, bis sie dann irgendwann diese Hürde überwinden und mit Begeisterung an der Entwicklung von Lösungen arbeiten. Es wird niemals langweilig, denn die Mädchen und jungen Frauen überraschen einen regelmäßig mit ihrer Kreativität und ihrer Neugier.


Wie fühlt es sich an, auf den neuen ALP-Postern abgebildet zu sein?
Katharina: Es ist wirklich sehr ungewohnt sich vorzustellen, dass mein Gesicht bald auf Plakaten zu sehen sein wird. Aber es würde mich freuen, wenn ich dadurch andere junge Frauen für eine Ausbildung oder ein Studium im MINT-Bereich begeistern könnte.

Nina: Es ist zunächst einmal ein komisches Gefühl selbst auf dem Poster abgebildet zu sein. Aber es macht mich stolz als Vorbild bei der Berufsorientierung junger Mädchen, stellvertretend für alle Mentorinnen, fungieren zu dürfen und somit mehr junge Frauen für eine Karriere im MINT-Bereich zu gewinnen.

Was sind eure beruflichen Ziele?
Nina: Da bin ich mir noch nicht sicher. Ich möchte noch durch Praktika herausfinden, wo es mir am besten gefällt und halte mir alle Möglichkeiten offen.

Katharina: Zunächst möchte ich mein Masterstudium erfolgreich beenden und die vorlesungsfreie Zeit und die abschließende Praxisphase nutzen, um durch Praktika einen Einblick in verschiedene Bereiche der Finanzmathematik zu erhalten. Nach dem Studium möchte ich die gelernte Theorie im Berufsalltag in die Praxis umsetzten und nach ein paar Jahren vielleicht die Ausbildung zur Aktuarin machen.

3. Neues von unseren MINT-Partnern

Initiative Klischeefrei: BDA, DIHK und ZDH treten der Initiative bei

Mit der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat die Initiative seit Oktober drei neue Partnerinnen und Partner.

„Wir freuen uns außerordentlich über den Beitritt dieser drei starken Wirtschaftsverbände. Mit ihnen gemeinsam wird es uns gelingen, bundesweit und mit breiter Wirkung, das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer geschlechtersensiblen Gestaltung innerbetrieblicher Ausbildungs- und Karrierewege zu schärfen - zum Vorteil aller Beteiligten“, so Miguel Diaz, der Projektleiter der Fachstelle Klischeefrei.

Die vollständige Pressemitteilung sowie Statements der drei Verbände zum Beitritt finden Sie hier

meccanica feminale 2019: Jetzt anmelden!

Vom 19. bis 23. Februar 2019 findet an der Universität Stuttgart die 10. meccanica feminale statt. Die Frühjahrshochschule bietet Studentinnen und berufstätigen Fachfrauen aus den Bereichen Maschinenbau und Elektrotechnik die Chance zur Vernetzung sowie ein hochspannendes Kursprogramm. Noch bis zum 7. Januar können Interessierte sich anmelden. Die Anmeldung sowie eine Übersicht über alle Kurse finden Sie hier.

Zum Conference Day am Donnerstag, den 19. Februar, ist auch die interessierte Öffentlichkeit herzlich eingeladen ist. Es warten Vorträge zu Themen wie Robotik, visuelle Teamarbeit und Careers in Space Sector. Alle Informationen dazu finden Sie hier

informatica feminale 2019: Call for Lectures

Ähnlich der meccanica feminale richtet sich die Sommerhochschule informatica feminale an Studentinnen und Fachfrauen aus der Informatik und verwandten Themengebieten. Sie findet vom 30. Juli bis 3. August 2019 an der Hochschule Furtwangen statt. 

Wer an der Gestaltung des Kursprogrammes mitwirken will, kann noch bis zum 2. Januar 2019 Angebote für halbwöchige oder Tages-Veranstaltungen sowie den öffentlichen Conference Day einreichen. Themenvorschläge aus verschiedensten Bereichen der Informatik werden gerne entgegengenommen, beispielsweise zu Themen wie Blockchain, Cloud Computing, Extended Reality Technologien oder App-Entwicklung. Weitere Informationen sowie eine Liste aller Themenwünsche finden Sie hier

4. Neues aus der MINT-Welt

Kunstausstellung Computer Grrrls in Dortmund eröffnet

Nur wenigen ist heutzutage bewusst, dass der Ursprung der Programmierung weiblich ist. Denn als das Wort Computer noch nicht die Maschine selbst, sondern deren Benutzer*in bezeichnete, galt Rechnen als weibliche Tätigkeit. Doch seit Ende der 60er Jahre, spätestens aber mit Einführung des handlicheren Personal Computer in den 80er Jahren nimmt die Zahl professioneller Informatikerinnen immer weiter ab, Computer wurden zum männlichen Hobby. Wieso ist das so? Und wie geht die Gesellschaft damit um, dass Frauen als Gestalterinnen technologischer Entwicklungen marginalisiert sind?

Mit diesen Fragen befasst sich die Ausstellung Computer Grrrls, die am 26. Oktober im Dortmunder U eröffnet wurde. Mehr als 20 Künstler*innen beschäftigen sich mit der komplexen Beziehung zwischen Frauen und Technologie - von den ersten menschlichen Computern bis zum aktuellen Revival cyberfeministischer Bewegungen. Noch bis zum 24. Februar können Interessierte die Ausstellung besuchen. Weitere Informationen finden Sie hier

Dazu auch sehr interessant: Inke Arns, Kuratorin der Ausstellung, im Corsogespräch mit Susanne Luerweg für Deutschlandfunk.

Broschüre "SCIENCE MEETS FICTION – Science und Gender im Science-Fiction- und Sitcom-Format“ erschienen

Starke weibliche MINT-Rollenvorbilder sind für junge Mädchen (und Jungen) nicht nur im wahren Leben wichtig, sondern auch auf dem Fernsehbildschirm. Denn schon lange sind Filme und Serien nicht mehr nur Entertainment, sondern können besser als manch anderes Medium neue Interessen wecken. Während in Amerika die Zusammenarbeit von wissenschaftlichen Beratern und der Filmindustrie bereits Standard ist, gibt es in Deutschland bisher kaum Verbindungen zwischen Wissenschaftler*innen und Film-/TV-Schaffenden. Dabei könnten beide Seiten vom Know How des anderen profitieren.

Diese Zusammenarbeit voranzutreiben, ist das Ziel der Stiftung MINTEEE (MINT Enterntainment Education Excellence). "Sie will das Interesse an naturwissenschaftlich-technischen Themen durch Unterhaltungsformate in breiten Bevölkerungsschichten wecken. MINTEEE kann insbesondere auch durch die Darstellung weiblicher Rollenvorbilder in der Wissenschaft einen Beitrag dazu leisten, dass mehr junge Frauen den Mut fassen, eine Karriere in der Wissenschaft einzuschlagen."

Die Konferenz "SCIENCE MEETS FICTION" fand im November 2016 statt und sollte Science Fiction, Genderthemen und Wissenschaft zusammenbringen. Die gleichnamige Broschüre beruht sowohl auf den Ergebnissen der Konferenz als auch auf zahlreichen Interviews mit Wissenschaftler*innen und Programmmacher*innen. Den Download der Broschüre finden Sie hier

Amazon testete Künstliche Intelligenz im Bewerbungsprozess

Erst in der letzten Ausgabe unseres Newsletters berichteten wir von der von women&work durchgeführten Studie zur Frage, wie Frauen zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Bewerbungsprozess stehen. Das Ergebnis: Die befragten Frauen standen "vorurteilsfreien" Algorithmen sehr kritisch gegenüber. 

Zu recht, wie sich jetzt zeigt: Seit 2014 testete Versandriese Amazon ein KI-gestütztes Verfahren, das Bewerbungen mit 1 bis 5 Sternen bewerten sollte, so dass die Personalabteilung im besten Fall nur noch 5-Sterne-Kandidat*innen zum persönlichen Gespräch einladen müsste. KI-Verfahren können aber nicht von Anfang an selbstständig entscheiden, wer gute und schlechte Kandidat*innen sind, sondern benötigen Daten, aus denen sie Muster ableiten können. In diesem Fall waren diese Daten bereits erfolgreiche Bewerbungen von Amazon-Mitarbeiter*innen. 

Da Amazon-Mitarbeiter*innen aber zum größten Teil männlich sind (2014 waren nur 37% der Betriebschaft weiblich und sogar nur 25% des Managements1, 2017 immerhin 40% bzw. 26%2), schloss die KI daraus, dass "Frau" und "weiblich" in der Bewerbung einen Makel darstellen. Auch bestimmte Frauen-Universitäten in den USA wurden negativ bewertet. Nach drei Jahren Testlauf wurde das Programm schließlich eingestellt. 

Forbes kürt zum Ada Lovelace Day Europa's 50 Top Women in Tech

Schon seit 2009 gibt es den Ada Lovelace Day. Er findet am zweiten Dienstag im Oktober statt und soll dazu einladen, Frauen in MINT zu feiern, von denen man inspiriert wird, und so auf ihr Leben und ihre Leistungen aufmerksam zu machen. 

Zu Ehren des Ada Lovelace Day 2018 hat Forbes seine jährliche Liste der Top Women in Technology veröffentlicht. Die Liste, die bewusst keine Platzierungen enthält, "stellt drei Generationen von Frauen aus ganz Europa vor, die Ada Lovelace's Erbe fortführen." Hier können Sie die vollständige Liste einsehen.

Wir freuen uns besonders, dass Deutschland mit sieben beeindruckenden Tech-Frauen vertreten ist. Darunter zum Beispiel Verena Pausder, Mitbegründerin von Fox & Sheep, dem größten Entwickler von Apps speziell für Kinder und Emmanuelle Charpentier, Mitendeckerin einer Methode zur Editierung von Genen, die zur Editierung von DNA Sequenzen eingesetzt wird.

5. Ausblick

5. bis 16. November
15. bis 16. November
15. bis 16. November
29. November

7. Dezember

7. Dezember
Informatik-Biber 2018, Link
Netzwerktagung "Komm, mach MINT.", Link
Woman-In-Loop: AI Hackathon – Ladies ONLY in Berlin, Link
MINT-Messe der Hochschule Koblenz, Link

TUM Konferenz: "Frauen in der digitalen Zukunft: Stereotype durchbrechen" an der Universität München, Link
Women4Energy2018 in Stuttgart, Link

MINT Fakt des Monats 

Wie die oben vorgestellte Computer Grrrls Ausstellung, beschäftigt sich auch diese Folge des Plan W-Podcast mit der spannenden Geschichte weiblicher Programmiererinnen. Zudem wird betrachtet, wie mehr Frauen für Berufe der Digitalbranche gewonnen werden können und wie sich die Branche ändern kann und muss. 
Jetzt anhören: Plan W - Als Computer noch Frauensache waren (und wie sie es wieder werden)
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Das Ada-Lovelace-Projekt wird vom Europäischen Sozialfonds sowie dem rheinland-pfälzischen Frauenministerium und dem Wissenschaftsministerium gefördert.
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Ada-Lovelace-Projekt · Zentrale Koordinierungsstelle · Universität Koblenz-Landau
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