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Initiativgruppe WAS MACHEN
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WAS MACHEN – Ideen und Tipps für Dein politisches und gesellschaftliches Engagement

02/2017

„Machen ist wie wollen, nur krasser.“
… und machen kann man viel: demonstrieren, petitieren, plakatieren, debattieren, tafeln. Tafeln? Ja genau, „zusammen essen“. Auch das kann „krass was machen“, zum Beispiel satt oder offen oder vorurteilsfrei oder neue Freundschaften oder alles zusammen. Und all das tut unserer Gesellschaft und Demokratie gut. Es stärkt das Gemeinwohl und ist die Grundlage für ein gutes Mit- und Füreinander.

Darum zeigen wir euch in der zweiten Ausgabe, wie ihr euch „tafelnd“ engagieren könnt: mit der offenen Gesellschaft am 17. Juni oder über die Tafeln. Tipps und Tricks fürs passende Menü gibt es bei Über den Tellerrand.

In diesem Sinne: „Mahlzeit“!

Eure
Antje, Indre, Johannes und Nicola

PS: Kennst du Leute, die unsere Tipps auch interessieren könnten? Wir freuen uns, wenn du WAS MACHEN weiterleitest.
17. Juni Tag der offenen Gesellschaft

 TIPP 1: 

Tag der offenen Gesellschaft am 17. Juni


Könnte man den Esstisch als die Wiege der Demokratie bezeichnen? Warum eigentlich nicht. Viele der besten Ideen unserer Gesellschaft sind über gemeinsamen Essen und Getränken „zu Tisch“ entstanden. Hier tauschen wir uns aus, diskutieren, singen, streiten und manchmal tanzen wir sogar auf ihm.

Die Initiative Offene Gesellschaft und die Diakonie Deutschland haben für den 17. Juni ausgerufen: Tische und Stühle raus und schön eindecken! Es gilt einfach mal die Demokratie zu feiern und dazu Freund*innen, Nachbar*innen und Fremde einzuladen, zu essen, zu debattieren und gemeinsam herauszufinden, welches Land Deutschland sein will und sein kann. Ob Privatpersonen, Vereine, Gruppen und Organisationen, Theater, Unternehmen oder Städte – jede*r kann mitmachen. Du kannst entscheiden, ob die Veranstaltung offen für andere Gäste ist oder im privaten Kreis stattfinden soll. 

Alle weiteren Informationen wie häufig gestellte Fragen und Tipps für die Abendgestaltung findet man auf der Webseite zur Aktion. Auch kann man die eigene Tafel dort anmelden und erhält dann weitere Unterstützung von der Initiative.
 
DEINE TAFEL ANMELDEN
Lebensmittelausgabe bei der Tafel, Foto: Dagmar Schwelle

 TIPP 2: 

Mitmachen und helfen bei der Tafel


Unsere Demokratie lebt mit vom Engagement jeder/jedes Einzelnen – und das betrifft nicht nur Politik. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, sich gesellschaftlich einzubringen und einen Teil seiner Zeit zu spenden: Naturschutzprojekte, Flüchtlingshilfe, Feuerwehr, Telefonseelsorge, Nachbarschaftshilfe, Sportvereine, Kirchengemeinden, ... Wir möchten euch heute die Tafel ans Herz legen.

In Deutschland werden täglich Tonnen von Lebensmitteln vernichtet. Gleichzeitig haben viele Menschen nicht genug zu essen. Das Anliegen der bundesweit aktiven Tafel ist es, überschüssige, qualitativ einwandfreie Lebensmittel vor der Vernichtung zu bewahren und an Bedürftige weiterzugeben. Dafür braucht es viele helfende Hände.

Gesucht werden in der Regel Helfer*innen für die Lebensmittelsortierung und -verteilung sowie Fahrer*innen zur Abholung der Lebensmittelspenden. Als Fahrer*in brauchst du einen Führerschein und solltest körperlich fit sein. Für die Lebensmittelausgabe braucht es vor allem Freude am Umgang mit Menschen.

Am besten schaust du auf der Webseite des Bundesverbandes nach einer Tafel in deiner Nähe und erfragst bei den dort genannten Ansprechpartner*innen, welche Unterstützung vor Ort benötigt wird.

Wie viel Zeit du einbringst, hängt davon ab, welche Aufgabe du bei der Tafel übernimmst und was du investieren möchtest. Von 2 bis 20 Stunden wöchentlich ist alles möglich. Auch ein anderer Rhythmus ist nach Absprache machbar.

Auch Geldspenden an die Tafel sind möglich. Du kannst – einmalig oder regelmäßig – an den Bundesverband spenden oder direkt an eine Tafel bei dir vor Ort. Daneben findest du auf dieser Liste eine Reihe weiterer Möglichkeiten, wie du die Tafel einfach und schnell unterstützen kannst.

Die Berliner Tafel hat ein schönes Video erstellt, das einen guten Einblick in die ehrenamtliche Arbeit bei der Tafel bietet.
 
TAFEL VOR ORT FINDEN
Kitchen on the run in Gothenburg © Frank Seibert

 TIPP 3: 

Über den Tellerrand


Rat und Rezepte fürs demokratie- und gemeinwohlstärkende Tafeln gibt Über den Tellerrand. Das in Berlin gegründete, überregional tätige Sozialunternehmen hat bereits drei Kochbücher von und mit geflüchteten Menschen herausgegeben: Rezepte für ein besseres Wir vereint Gerichte aus aller Welt und erzählt dabei von einer Gesellschaft, die zusammenwächst. Eine Prise Heimat ist die gelungene Kombination aus Sterne- und Weltküche.

Neben Büchern bietet „Über den Tellerrand“ auch Kochkurse mit Köch*innen aus aller Welt an – nicht nur in Berlin, sondern auch da, wo du bist. In diesem Sommer tourt das Team – dank großzügiger Crowd-Unterstützung – außerdem mit ihrem Küchencontainer durch deutsche Kleinstädte und lädt unter dem Motto Next Stop: Heimat jeden Abend Geflüchtete und Beheimatete zum gemeinsamen Kochen, Tafeln und Kennenlernen ein.
 
„ÜBER DEN TELLERRAND“ IN DEINER NÄHE

Links und Lektüren


Hier möchten wir euch Artikel, Bücher, Filme oder künstlerische oder kulturelle Projekte empfehlen, die uns gefallen, beschäftigt oder berührt haben. Dazu zählen heute:

 

Ins Bewusstsein reden


Auch wenn du kein eigenes Blog und/oder keine Kinder hast, es gibt 1.000 gute Gelegenheiten, um für die „Schönheit der Demokratie“ und das Wählen zu werben.
Darum greife die Idee der Blogparade #DuBistDemokratie auf und erzähle deinen Freund*innen, Nachbar*innen, Kolleg*innen – zum Beispiel beim gemeinsamen Essen - was dir das Leben in einer demokratischen Gesellschaft wert ist.
 

 

Multimedia-Reportage 


Wie aus Fremden Nachbar*innen werden, zeigt die Langzeitreportage Meßstetten: Zufluchtsort auf Zeit. Über zwei Jahre begleitet die Reportage vier Personen aus dem kleinen Ort in Baden-Württemberg, der durch eine Erstaufnahmestelle für Geflüchtete innerhalb weniger Wochen über 1.000 neue Bewohner*innen erhält. Interessant, vielschichtig und zu recht für den Grimme Online Award nominiert!

Zum Schluss was Nettes


Manchmal ist jemand, den wir nicht kennen, einfach nett zu uns und zaubert uns ein Lächeln auf die Lippen – mit einer Geste, mit Worten oder einem Gefallen, um den man gar nicht gebeten hat. Solche Augenblicke wollen wir hier festhalten. Nicola erinnert sich an diesen Moment:
 
„Die Passantin, die im Vorbeigehen sehr beherzt die Tram-Tür offen hielt, damit eine heraneilende, schwer mit Einkaufstaschen bepackte Dame noch einsteigen konnte… .
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