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Liebe Stifter, Freunde
und Förderer der Universität des Saarlandes,


an unserer Universität stehen die Zeichen auf Aufbruch. Es gilt, nach vorne zu blicken, die Zukunft zu gestalten und die anstehenden Herausforderungen anzupacken. Die Universitätsgesellschaft wünscht dem neuen Universitätspräsidenten Manfred Schmitt und seinem Team dabei viel Erfolg und Rückenwind und dankt seinem Vorgänger Volker Linneweber und seinem Präsidium für den engagierten Einsatz in schwierigen Zeiten.

Wir haben allen Grund, optimistisch in die Zukunft zu schauen. Unsere Universität ist ein inspirierender Ort. Sie ist Gewinn und Chance für das Land, hat positive wirtschaftliche wie demographische Effekte. Sie zieht junge Menschen an, bildet kluge Köpfe aus. Unsere Forscher bringen Höchstleistungen, entwickeln Innovationen und geben so mit ihrer Arbeit Impulse regional und weltweit. Machen Sie sich davon selbst ein Bild: Unser neuer Newsletter gibt Ihnen ab sofort dreimal im Jahr Einblicke in Neues aus Universität und Universitätsgesellschaft. Und er zeigt auf, was Sie als Mitglieder durch Ihre Förderung bewirken.

Die Universitätsgesellschaft will die Zukunft der Universität aktiv mitgestalten. Sie will ein Netzwerk zwischen Universität, Wirtschaft und Gesellschaft, Wissenschaftlern, Studenten und Uni-Mitarbeitern, Förderern und Ehemaligen knüpfen und dazu beitragen, das Wir-Gefühl an unserer Uni zu stärken.

Wir wollen vernetzen! Seien Sie dabei!

Eine spannende Lektüre wünschen Ihnen

Dr. Hanno Dornseifer
Präsident der Universitätsgesellschaft
und 
Prof. Dr. Frank Mücklich
Geschäftsführender Vorstand der Universitätsgesellschaft
Professor Frank Mücklich und Dr. Hanno Dornseifer
Bild:  Video zur Uni-Gesellschaft, Copyright: VSE AG
Informationen zur Universitätsgesellschaft und zur Mitgliedschaft:
www.uni-saarland.de/unigesellschaft


INHALTE IN DIESEM NEWSLETTER


IM FOKUS GEFÖRDERT – Förderprojekte der Universitätsgesellschaft
TIPPS UND TERMINE
MENSCHEN


IM FOKUS

Dr. Matthias Maurer  Foto: ESA Sabine Grothues

Materialwissenschaftler von der Saar-Uni
ist neuer ESA-Astronaut


ISS oder Mondmission – beides ist für Matthias Maurer in greifbarer Nähe: Der ehemalige Student der Saar-Uni gehört jetzt zum Astronautenkorps der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Etliche Abenteuer hat er schon bestanden. Etwa bei der Unterwasser-Missionssimulation NEEMO 21 der NASA, wo er vor der Küste Floridas 16 Tage unter Wasser für die Internationale Raumstation experimentierte und Forschungsstrategien für künftige Mars-Missionen prüfte. In der Wildnis des hohen Nordens absolvierte er Überlebenstrainings, in Japan trainierte er, auf einer Raumstation zu leben. An die hundert Parabeln während drei Parabelflügen hat er schwerelos erlebt. Den Grundstein für seine Karriere legte der Saarländer an der Saar-Uni.
 
„Mein Studium an der Saar-Uni hat mich sehr geprägt.“

Er studierte hier sowohl Werkstoffwissenschaft als auch Werkstofftechnik, hat als erster deutscher Student den deutsch-französisch-spanisch-schwedischen Doppel-Studiengang der Saar-Uni und der École Européenne d’Ingénieurs en Génie des Matériaux in Nancy absolviert inklusive dem zweiten Auslandsaufenthalt in Barcelona. „Mein Studium an der Saar-Uni hat mich sehr geprägt. Bei Professor Mücklich und den anderen Dozenten der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik habe ich fachlich sehr gute und spannende Veranstaltungen besuchen dürfen“, sagt der frisch gekürte ESA-Astronaut.

Bei Frank Mücklich arbeitete er auch als wissenschaftliche Hilfskraft. „Matthias Maurer fiel von Anfang an als besonders initiativreicher Student auf. Ideen, die in gemeinsamen Diskussionen im Team entstanden sind, hatte er oft bereits am nächsten Tag detailliert ausgearbeitet“, erinnert sich Professor Mücklich. In seiner Diplomarbeit untersuchte Maurer zusammen mit dem Forschungszentrum des Boschkonzerns eine damals neuartige Werkstoffgruppe, Intermetallische Werkstoffverbindungen. Er fand das neue System Ruthenium-Alumenid, an dem Mücklichs Team auch heute noch arbeitet.

„Matthias Maurer engagierte sich auch für die internationale Zusammenarbeit“, berichtet Mücklich, der gemeinsam mit der Fachrichtung Materialwissenschaft und Werkstofftechnik der Saar-Uni internationale Studienprogramme aufgebaut hat, die heute in der Europäischen Schule für Materialforschung (EUSMAT) gebündelt sind: Hier können Studenten Auslandsaufenthalte in Europa und den USA absolvieren, außerdem werden dort bi-nationale Promotionen betreut. „Matthias Maurer initiierte auch eine Kooperation mit Südamerika, die dazu führte, dass in den vergangenen zwei Jahrzehnten zahlreiche Studenten aus Süd- und Mittelamerika ihr Masterstudium in der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik an der Saar-Uni absolviert haben“, ergänzt Professor Mücklich.

Ein Video, in dem die ESA ihren neuen Astronauten Matthias Maurer vorstellt, finden Sie hier.
Aysenur Bilgin Foto: Ehrlich

Psychologie-Studentin stellte Forschungsergebnisse auf nationalem Kongress vor


Der Schreibstil könnte für Erfolg und Misserfolg wissenschaftlicher Manuskripte bei Fachmagazinen ausschlaggebender sein als bislang bekannt. Mit diesem Thema hat sich Aysenur Bilgin in ihrer Bachelorarbeit befasst. Ihre Ergebnisse präsentierte sie auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Psychologie. Die Universitätsgesellschaft ermöglichte ihr die Teilnahme.

Wie können Forscherinnen und Forscher ihre Arbeit international sichtbarer machen? Mit dieser Frage hat sich Aysenur Bilgin in ihrer Bachelorarbeit befasst. „Die einflussreichsten Fachzeitschriften für Management kommen aus den USA. Über 90 Prozent der eingereichten Forschungsartikel aus anderen Ländern werden abgelehnt. Die Gründe hierfür sind noch weitgehend unerforscht“, erläutert die Psychologie-Studentin. Professor Cornelius König und Dr. Nida ul Habib Bajwa gehen in der Arbeits- und Organisationspsychologie der Saar-Uni diesem Phänomen auf den Grund: Sie erforschen, inwieweit der US-amerikanische Schreibstil die Wissenschaftssprache wie auch die Erwartungen der Herausgeber und Gutachter prägt und ob dies dazu führt, dass Manuskripte unabhängig von ihrer Qualität aus rein sprachlichen Gründen scheitern.

 
Aysenur Bilgin analysierte in ihrer Bachelorarbeit alle Fachartikel, die die Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie ZAO in 40 Jahren veröffentlicht hat. „Ich habe die deutsche Wissenschaftssprache psycholinguistisch daraufhin untersucht, wie sie sich im Laufe der Zeit verändert, ob sie sich dem US-amerikanischen Schreibstil angenähert hat. Professor König und Dr. Bajwa haben meine Arbeit intensiv betreut“, sagt die Studentin, die ihre Forschungsarbeit in Kürze gemeinsam mit ihren Betreuern auch publizieren will. „Die Ergebnisse können etwa dazu beitragen, Schulungen für Nachwuchsforscher zu wissenschaftlichem Schreiben zu entwickeln und so die Chancen ihrer Fachpublikationen zu erhöhen“, sagt Bilgin.

"Der Kongressbesuch war für mich eine eindrucksvolle Erfahrung"

Die Deutsche Gesellschaft für Psychologie lud die Studentin ein, ihre Arbeit auf dem 50. Jahreskongress im vergangenen Herbst in Leipzig vorzustellen. Die Universitätsgesellschaft übernahm die Reisekosten und Kongressgebühren. „Dass ich am Kongress teilnehmen und dort meine Arbeit präsentieren konnte, war für mich ein sehr eindrucksvolles Erlebnis. Für meine persönliche Entwicklung war das enorm viel wert“, sagt Aysenur Bilgin rückblickend. Die Erlebnisse auf dem Kongress haben sie begeistert. Sie präsentierte ihre Arbeit mit einem Poster und kam so mit vielen Wissenschaftlern ins Gespräch. „Es war äußerst spannend, meine Ergebnisse mit Fachleuten zu diskutieren. Die Erfahrung zu machen, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Interesse an meiner Arbeit haben, dass sie sich mit mir darüber austauschen, war etwas ganz Besonderes“, sagt sie.

Überhaupt sei der Kongress für ihr Selbstbewusstsein als junge Forscherin wichtig gewesen. „Ich konnte mitdiskutieren, hatte das Gefühl ernstgenommen zu werden. Und ich konnte auch selbst Feedback zu anderen Arbeiten geben, meine Perspektive einbringen und interessante Kontakte knüpfen. Das war eine wichtige Erfahrung.“ Auch den Blick in andere Forschungsfelder der Psychologie fand die Studentin spannend. „In kurzer Zeit so viele Einblicke in aktuelle Themen zu erhalten, die Ergebnisse der Arbeit mehrerer Jahre in ein paar Minuten kennen zu lernen, war schlicht überwältigend. Das war ungeheurer intensiv und das hätte ich auch so nicht erwartet.“

Anderen Studenten empfiehlt Aysenur Bilgin, solche Chancen wahrzunehmen. „Ich kann Studenten nur ermutigen, an Kongressen teilzunehmen, wenn sich die Gelegenheit bietet. Ich bin Professor König, Dr. Bajwa und der Universitätsgesellschaft sehr dankbar, dass sie mir diese Möglichkeit gegeben haben.“ Mit Menschen in Kontakt zu kommen, die sich für ihr Fach begeistern und von ihren Erfahrungen zu profitieren, bringe einen weiter. Dass die Universitätsgesellschaft solche Chancen ermögliche, sei eine lohnende Investition in den Wissenschaftsnachwuchs.


Hochschulpolitik: Saar-Uni unter neuer Leitung

„Wir brauchen an unserer Universität wieder ein Wir-Gefühl!
Gemeinsam können wir viel bewegen. Die Universitätsgesellschaft setzt sich dafür ein, ein starkes Netzwerk von Partnern und Freunden zu knüpfen: Das macht sie gerade jetzt für unsere Universität so wichtig.“

Universitätspräsident Manfred Schmitt
Foto: Iris Maurer

Professor Manfred Schmitt ist neuer Präsident der Saar-Uni


Manfred Schmitt, Professor für Molekular- und Zellbiologie der Universität, übernahm am 1. März 2017 das Amt des Universitätspräsidenten von Professor Volker Linneweber, der in Ruhestand gegangen ist. Senat und Universitätsrat hatten den früheren Vizepräsidenten für Lehre und Studium einstimmig gewählt.

Der künftige Uni-Präsident sieht es nach den schmerzhaften Einschnitten und Restrukturierungen der vergangenen Jahre als vordringliche Aufgabe, in der Universität wieder ein „Wir-Gefühl“ zu wecken, das die Saar-Uni lange Zeit ausgezeichnet habe und das auch für ihre künftige Entwicklung von zentraler Bedeutung sei. „Ziel muss es sein, unsere Universität als forschungsstarke Hochschule mit attraktiven Studienprogrammen und Europaprofil zu festigen und im nationalen und internationalen Wissenschaftswettbewerb konkurrenzfähig zu halten.“ Schmitt ist überzeugt, dass dies nur gemeinsam und im Team bei größtmöglicher Transparenz und Kommunikation gelingen kann: Eine umfassende Kommunikation in die Universität und enge Abstimmung mit den Fakultäten und Gremien soll die Arbeit des Präsidiums prägen. Schmitt will eine verlässliche Orientierung geben, um die Saar-Uni auch perspektivisch in eine sichere und erfolgreiche Zukunft zu führen. Mehr


Starkes Votum auch für die neuen Vizepräsidenten

Ebenfalls einstimmig war das Votum für die neuen Vizepräsidentinnen und -präsidenten: Der Senat wählte diese im Februar erstmals aufgrund des neuen Hochschulgesetzes. Bisher hatte der Senat zu den Vorschlägen des Universitätspräsidenten nur Stellung genommen.
Roland Brünken, Professor für Empirische Bildungsforschung, ist neuer Vizepräsident für Lehre und Studium. Claudia Polzin-Haumann, Professorin für Romanische Sprachwissenschaft, hat das Amt der Vizepräsidentin für Europa und Internationales übernommen. Martina Sester, Professorin für Transplantations- und Infektionsimmunologie, ist für Forschung und Technologietransfer zuständig. Christian Wagner, Professor für Experimentalphysik, ist Vizepräsident für Planung und Strategie.
Dem Präsidium gehört seit 2014 außerdem der hauptamtliche Vizepräsident für Verwaltung und Wirtschaftsführung, Dr. Roland Rolles, an. Mehr

Festakt zum Wechsel im Präsidentenamt

"kreativ - inspirierend - weise" – so lautet die Inschrift auf der erstmals von der Universitätsgesellschaft verliehenen „Präsidenten-Eule“. Vorstand Hanno Dornseifer (l.) und Geschäftsführer Frank Mücklich (r.) überreichten im Rahmen der Veranstaltung die Ehren-Eulen an den „alten“ und an den „neuen“ Uni-Präsidenten: Volker Linneweber (2.v.l.) und Manfred Schmitt. Foto: Jörg Pütz
 
Universität im Wandel – So lautete der Titel des Festaktes in der Aula, mit dem die Saar-Uni ihren langjährigen Universitätspräsidenten Professor Volker Linneweber Ende Februar verabschiedete. Zehn Jahre stand der Psychologie-Professor an der Spitze der Saar-Universität - keine leichte Zeit, mit zahlreichen Herausforderungen von doppelten Abiturjahrgängen bis hin zu Spar- und Strukturdiskussionen. Doch die Zehn-Jahres-Bilanz, die auch beim Festakt gezogen wurde, fällt positiv aus: Die Universität stehe in allen Kennzahlen heute deutlich besser da als zuvor, hob Manfred Schmitt im Rahmen des Festaktes hervor.

Dies würdigten auch die Wochenzeitung DIE ZEIT und das CHE Centrum für Hochschulentwicklung: Sie hatten Volker Linneweber bereits Ende November im Rahmen der ZEIT Konferenz "Hochschule und Bildung" in Berlin als „Hochschulmanager des Jahres 2016“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung wird Leiterinnen und Leitern deutscher Hochschulen verliehen, die „durch eine herausragende Führungsleistung die Entwicklung ihrer Hochschule geprägt und innovative Veränderungsprozesse initiiert haben“.

„Um den Hochschulmanager des Jahres zu finden, haben wir zuerst nach den Hochschulen mit wachsenden Leistungsdaten gesucht; die Universität des Saarlandes lag bereits hier trotz schwieriger finanzieller Bedingungen im Spitzenbereich“, hob Prof. Dr. Frank Ziegele, Geschäftsführer des CHE Centrum für Hochschulentwicklung und Mitglied der Jury, in einer Pressemitteilung hervor. Das sei wesentlich auch das Verdienst von Volker Linneweber. „Gerade in Phasen von Sparauflagen hat Volker Linneweber einerseits die Interessen seiner Universität argumentationsreich und konsequent nach außen vertreten, auf der anderen Seite zur Sicherung der Handlungsfähigkeit nach innen eine sanfte Umorientierung zum produktiven Umgang mit Sparauflagen in die Wege eingeleitet. So hat er es geschafft, seine Uni und sein Präsidium strategiefähig zu halten und eine stabile Weiterentwicklung im Konsens innerhalb der Hochschule zu initiieren“, so die Jury.

Neuer Hochschulrat

Margret Wintermantel Vorsitzende des Hochschulrates

Die frühere Uni-Präsidentin Margret Wintermantel kommt als Vorsitzende des Hochschulrates zurück an die Universität. Die Psychologie-Professorin, die seit 2012 den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) leitet, trat am 1. März die Nachfolge von Professor Günter Stock an. Er hatte das Aufsichtsgremium seit 2013 geleitet.
Foto: DAAD/Eric Lichtenscheidt
Seit 1992 forschte und lehrte Margret Wintermantel an unserer Universität. Von 1994 bis 1997 war sie Vizepräsidentin für Lehre und Studium, von 2000 bis 2006 Präsidentin der Saar-Uni. Zwei Jahre später wechselte sie zur Hochschulrektorenkonferenz, deren Präsidentin sie bis 2012 war. Seitdem steht sie an der Spitze des DAAD.
Universitätspräsident Manfred Schmitt freut sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit: „Margret Wintermantel kennt sich durch ihre langjährigen Tätigkeiten in der nationalen und internationalen Hochschullandschaft bestens aus. Sie ist weltweit vernetzt und bringt viele wertvolle Erfahrungen mit, um gemeinsam mit Präsidium und Senat die richtigen Weichenstellungen für die Universität des Saarlandes zu treffen.“

Der Hochschulrat - früher: Universitätsrat - wurde inzwischen neu zusammengesetzt. Seit 1. März sind die zwölf stimmberechtigten Mitglieder im Amt. Im Einzelnen gehören dem neuen Hochschulrat folgende Mitglieder an: die Unternehmerin Christine Batzl-Hartmann, die im Science Park der Universität die Pharmacelus GmbH leitet, der Unternehmer Ralf Zastrau, Geschäftsführer der Nanogate AG in Göttelborn, Peter Schweda, Arbeitsdirektor der Dillinger Hüttenwerke und Mitglied der Geschäftsführung der Stahl-Holding Saar, Professor Dirk Heinz, wissenschaftlicher Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig, Soziologie-Professor Rainer Trinczek von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg sowie die Medizin-Professorin Brigitte Vollmar von der Universität Rostock.

Von Seiten der Universität des Saarlandes zählen zum neuen Hochschulrat Anne Bauer, freigestelltes Personalratsmitglied als Vertreterin des administrativen-technischen Personals, Thomas Berrang, Geschäftsführer des Zentrums für lebenslanges Lernen als Vertreter des wissenschaftlichen Personals, die Pharmazie-Studentin und frühere AStA-Vorsitzende Charlotte Dahlem als Vertreterin der Studierenden sowie die Professoren Markus Hoth (Biophysik) und Stephan Weth (Rechtswissenschaft). Mehr 


GEFÖRDERT

Ausgezeichnete Absolventen: Dr. Eduard-Martin-Preise verliehen

Uni-Gesellschaft zeichnete 13 erstklassige Doktorarbeiten aus


Jedes Jahr schließen an der Saar-Universität rund 400 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Doktorarbeit ab. An dreizehn herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus allen Fakultäten verlieh die Universitätsgesellschaft auch 2016 wieder den traditionsreichen Dr.-Eduard-Martin-Preis. Die Auszeichnung für die besten Doktorarbeiten wird seit 1963 vergeben, seit 1976 trägt der Preis den Namen des Ehrensenators und langjährigen Präsidenten der Freunde-Vereinigung der Universität, Dr. Eduard Martin. Den Festvortrag im Rahmen der Semestereröffnungsfeier für Doktoranden Ende Oktober im Graduate Center hielt Dietmar Hüser: Der Professor für Europäische Zeitschichte an der Universität des Saarlandes – übrigens selbst Eduard-Martin-Preis-Träger – beleuchtete das Thema „Sounds of democracy? – Politische Dimensionen populärer Musik in den bundesdeutschen 1950er und 1960er Jahren“. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 500 Euro verbunden.

Die bunten Eulen-Skulpturen des diesjährigen Dr.-Eduard-Martin-Preises gingen an:
Dr. Christine Zott (Rechtswissenschaft, Doktormutter: Prof. Dr. Annette Guckelberger)
Dr. Tim Palm (Wirtschaftswissenschaft, Doktorvater: Prof. Dr. Heinz Kußmaul)
Dr. Kathrin Dörr (Medizin, Doktormutter: Prof. Dr. Christine Peinelt)
Dr. Jakob Unger (Medizin, Doktorvater: Prof. Dr. Robert Bals)
Dr. Amerigo Caruso (Geschichte, Doktormutter: Prof. Dr. Gabriele Clemens)
Dr. Anne Weber (Sprachwissenschaft, Doktorvater: Prof. Dr. Alberto Gil)
Dr. Ursula Roos (Geographie, Doktormutter: Prof. Dr. Birte Nienaber)
Dr. Pierre Tarrago (Mathematik, Doktorvater: Prof. Dr. Roland Speicher)
Dr. Radu Curticapean (Informatik, Doktorvater: Prof. Dr. Markus Bläser)
Dr. Christian Bur (Systems Engineering, Doktorvater: Prof. Dr. Andreas Schütze)
Dr. Andreas Rosenkranz (Materialwissenschaft, Doktorvater: Prof. Dr. Frank Mücklich)
Dr. Jan Henning Sahner (Pharmazeutische und Medizinische Chemie, Doktorvater: Prof. Dr. Rolf Hartmann)
Dr. Judith Wahrheit (Technische Biochemie, Doktorvater: Prof. Dr. Elmar Heinzle)

Weitere Informationen - auch zu den ausgezeichneten Doktorarbeiten - finden Sie hier
Anlässlich der Preisverleihung des Eduard-Martin-Preises sendete der Aktuelle Bericht einen Beitrag über den Preisträger Christian Bur. Den SR-Beitrag finden Sie hier

Theaterwerkstatt Antike spielte in der Alten Feuerwache


Mit der Uraufführung von „Medea – Das arglose Mädchen“ setzten die Saar-Uni und das Saarländische Staatstheater Mitte März in mehreren Aufführungen ihre Kooperation fort. In seinem Stück erzählt der Autor und Regisseur Christian Klees den Mythos um die Zauberin Medea neu. Das Ensemble bestand aus Studenten verschiedener Fachrichtungen. Die Schirmherrschaft hatte Kultusminister Ulrich Commerçon übernommen. Die Universitätsgesellschaft unterstützte die Veranstaltungen.

Seit der Antike haben unzählige Autoren die Sage um Medea neu erzählt, die ihre eigenen Kinder tötet, um sich an ihrem untreuen Gatten Jason zu rächen. Nie ist die Faszination für die Figur abgerissen. Mit dem Stoff befasste sich nun auch das studentische Ensemble „Theaterwerkstatt Antike“. Der Gruppe, die 2011 am Institut für Klassische Philologie der Saar-Uni gegründet wurde, geht es darum, in antiken Stoffen und Überlieferungen das Moderne aufzuspüren und damit etwas Neues zu schaffen. Auf der Bühne wurde eine Geschichte zwischen den Zeiten, zwischen Antike und Gegenwart, erzählt: „Wenn man so will, eine neue, antike Tragödie“, fasst Altphilologe Christoph Kugelmeier, Professor an der Saar-Uni, zusammen.

Regionalforum Saar -
Materialien. Prozesse. Qualifizierung

Industrie und Wissenschaft trafen sich zum Austausch


Rund 120 Teilnehmer aus Industrie und Wissenschaft informierten sich Ende Januar an der Saar-Uni über den 3D-Druck: Das Regionalforum Saar hatte eingeladen zu Fachvorträgen und Ausstellung von 3D-Druckern wie auch Druckerzeugnissen. Professor Alexander Hartmaier, der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde (DGM), eröffnete die Veranstaltung in der Aula.

Vom passgenauen Ersatzteil für technische Gerätschaften bis hin zu Implantaten für die Medizin: Der 3D-Druck eröffnet neue Möglichkeiten. Schon heute kommen in der Automobil- oder der Luft- und Raumfahrtindustrie immer mehr Prototypen oder komplexe Komponenten aus dem Drucker. "Werkstoff und Bauteil entstehen im selben Augenblick: Das ist eine neue Dimension, Lösungen maßzuschneidern. Hierin liegt das außerordentliche und faszinierende Potenzial der so genannten additiven Fertigung“, erklärt Professor Frank Mücklich, der gemeinsam mit Professor Christian Motz das Regionalforum Saar leitet. „Werkstoffe können an jeder Stelle exakt so und mit den Eigenschaften kreiert werden, wie sie gebraucht werden. Auch ein völlig neues Zusammenspiel ganz verschiedener Materialien wird möglich“, sagt Mücklich. Diese neue Welt der Möglichkeiten wollte das Regionalforum Saar in seiner Veranstaltung an der Saar-Uni aufzeigen.

Christoph Leyens, Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik in Dresden sowie Professor an der dortigen TU, beleuchtete Werkstoffe und Verfahren und hob den Nutzen der additiven Fertigung von Metallen hervor: Ein Feld auf dem bereits eine enorme Bandbreite möglich ist.

Dr. Fernando Lasagni vom Center of Advanced Aerospace Technology im spanischen Sevilla, berichtete von den Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt, wie der Befestigungsvorrichtung des Abtrennungssystems der ARIANE 5 Rakete. Studenten präsentierten ihre Forschungsthemen im Rahmen einer Poster-Session und erhielten so Gelegenheit, mit Vertretern der saarländischen Industrie in Kontakt zu kommen. Die Deutsche Gesellschaft für Materialkunde prämierte die besten Poster: Die Auszeichnung ging an Nadja Groß vom Institut für zerstörungsfreie Prüfverfahren (IZFP) sowie Johannes Webel vom Lehrstuhl für Funktionswerkstoffe. Beide erhielten Preise für ihre Leistungen in ihren Masterarbeiten.

Das „DGM Regionalforum Saar - Materialien. Prozesse. Qualifizierung“ will den regelmäßigen Austausch zwischen Wissenschaft und Industrie fördern und die Akteure vernetzen. Beteiligt sind zahlreiche Institutionen und Firmen; an der Universität des Saarlandes etwa die Materialwissenschaft und Werkstofftechnik und die Fachrichtung Systems Engineering wie auch das Leibniz-Institut für Neue Materialien INM, das Fraunhofer-IZFP und das Steinbeis Forschungszentrum Material Engineering Center Saarland (MECS). Die Uni-Gesellschaft förderte die Veranstaltung. Mehr

Workshop über katholische Laien-Religiosität in der Frühen Neuzeit


Die Rolle katholischer Laien, insbesondere katholischer Frauen in der Frühen Neuzeit beleuchteten im Februar auf Einladung der Theologin Professor Anne Conrad (Foto: Jörg Pütz) zwanzig Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und Spanien. In geistlichen „Bruderschaften“, aber auch in weltlichen Zusammenhängen nahmen Frauen im 16. und 17. Jahrhundert theologische Führungsrollen ein. Sie unterliefen die Hierarchie zwischen Klerikern und Laien und entwickelten neue Konzepte religiösen Lebens. Dieses durchaus emanzipatorische Potenzial stellte der Workshop in den Mittelpunkt: Die Vorträge gaben Einblick in das Leben der Mystikerin Teresa von Ávila, in die Handlungsspielräume von Frauen aus dem Hochadel wie auch in die Biographien verschiedener Ordensfrauen und ihr Wirken zwischen Kloster und Welt.

Anne Conrad veranstaltete den Workshop, den die Universitätsgesellschaft förderte, für das Forum Geschlechterforschung und den Arbeitskreis für Historische Frauen- und Geschlechterforschung in Zusammenarbeit mit dem Graduiertenprogramm GradUS. Die Ergebnisse sollen in der Reihe "SOFIE - Schriften zur Geschlechterforschung" veröffentlicht werden. „Wegen der sehr guten Resonanz und der offenen Forschungsfragen ist für Februar 2018 ein weiterer Workshop zur historisch-theologischen Geschlechterforschung geplant, in dem das Verhältnis zwischen Klerikern und Laien genauer thematisiert werden soll“, sagt Professorin Anne Conrad.

Wissenschaftsforum: Leben bis zuletzt
Palliativmedizin vom Baby bis zum Greis


Auf große Resonanz stieß der Vortrag von Professor Sven Gottschling im Rahmen des Wissenschaftsforums der Universitätsgesellschaft Mitte Dezember in der Aula. Gottschling leitet das Zentrum für Palliativmedizin und Kinderschmerztherapie am Universitätsklinikum in Homburg und hat ein Buch über das Sterben geschrieben, das derzeit die Bestsellerlisten anführt: „Leben bis zuletzt“ war auch Thema seines Vortrages. Gottschling erläuterte, was man heute für ein gutes Lebensende tun kann und wie man sterbenskranken Menschen die verbleibenden Tage, Wochen und Monate und manchmal auch Jahre mit bestmöglicher Lebensqualität füllen kann.

Ein  SWR-Fernseh-Interview mit dem den Palliativmediziner finden Sie hier
Ein SWR-Hörfunk-Interview hier
Einen Bericht der Saarbrücker Zeitung hier

Digitale Bildung für alle

Begleitveranstaltung zum Nationalen IT-Gipfel lockte rund 3.500 Interessierte auf den Campus


Schüler, Lehrer, Vertreter aus Politik und Unternehmen ebenso wie Wissbegierige aller Altersklassen – Sie alle kamen am 16. November auf den Saarbrücker Campus, um sich darüber zu informieren, wie Smartphone, Tablet und Co. sinnvoll in der Bildung Einsatz finden können. Vor dem Hintergrund des Nationalen IT-Gipfels in Saarbrücken drehte sich beim „Tag der Digitalen Bildung für alle“ an der Saar-Uni alles um digitales Lehren und Lernen – um Möglichkeiten und Chancen, Risiken und Grenzen und vor allem darum, Berührungsängste abzubauen.

An den Ständen des „Markts der Möglichkeiten“ konnten die Besucher selbst ausprobieren, wie es sich mit neuen Lern-Apps, Robotern oder Daten-Brillen lernt und arbeitet. Sie brachten sich in Vorträgen und Workshops auf Stand, diskutierten bei hochkarätig besetzten Podiumsdiskussionen mit und sahen sich Live-Unterricht im digitalen Klassenzimmer an. Die Saar-Uni veranstaltete den Tag in Kooperation mit der BDA/BDI-Initiative MINT Zukunft schaffen e.V., dem Nationalen MINT-Forum, der Staatskanzlei und dem Bildungsministerium. Die Professorinnen Julia Knopf und Silke Ladel organisierten die Veranstaltung.

„Dass wir mit unserer Veranstaltung auf derart großes Interesse gestoßen sind – weit größer als wir ursprünglich erwartet hatten –, zeigt zugleich den beträchtlichen Informationsbedarf und auch die Bereitschaft, sich diesen neuen Formen des Lernens und Lehrens zu öffnen. An diesem Punkt wollen wir weitermachen. Dass die Universitätsgesellschaft uns unterstützt hat, war und ist für uns eine große Motivation“, betont Professor Julia Knopf.
Fotos: Thomas Seeber

20 Jahre Frankreichzentrum


Beim Festakt anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Frankreichzentrums kamen Ende November zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Öffentlichkeit, von Hochschulen und Partnerorganisationen der deutsch-französischen Grenzregion, Gründungsmitglieder und frühere Leiter des Frankreichzentrums, wie auch aktuelle und ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusammen.

Nach Grußworten von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und von Professorin Valérie Lemarquand, der Hochschulattachée der französischen Botschaft in Berlin, würdigte der Germanist und ehemalige Leiter der Deutsch-Französischen Hochschule, Professor Dr. Patrice Neau, in seinem Festvortrag den „Nutzen eines Frankreichzentrums für die Zukunft der deutsch-französischen Beziehungen“. Die Universitätsgesellschaft unterstützte die Jubiläumsfeier.

Das Frankreichzentrum
wurde im November 1996 als Plattform für alle frankreichbezogenen Aktivitäten der Universität des Saarlandes gegründet. Die Einrichtung leistete von Beginn an interdisziplinäre Pionierarbeit und versteht sich heute weiterhin als „Labor“ für zukunftsweisende, auf Wissenschaft bezogene deutsch-französische Zusammenarbeit im europäischen und internationalen Kontext.

Dem interdisziplinären Leitungsgremium gehören acht Professoren aus allen Fakultäten der Universitäten an. Seit Januar 2013 steht Professorin Claudia Polzin-Haumann aus der Romanistik an der Spitze. Zum Aufgabenspektrum zählen unter anderem die Organisation deutsch-französischer Wissenschaftskolloquien, Vortragsreihen, Buchpublikationen und die Unterstützung grenzüberschreitender Forschungsprojekte insbesondere auch von Nachwuchswissenschaftlern. Studentischer Austausch und deutsch-französische Angebote für Doktoranden stehen besonders im Fokus.
Joachim Frenk, Christine Moyrer und Lena Steveker organisierten die Konferenz „Strangeness in Early Stuart Performances, 1603-1649“  Foto: Lehrstuhl Frenk

Konferenz beleuchtete den Umgang mit Fremdheit im England der frühen Stuart-Zeit


Auf 46 wechselvolle Jahre in der Geschichte Englands legte eine Konferenz im November ihr Augenmerk, zu der die britische Literatur- und Kulturwissenschaft an die Saar-Uni eingeladen hatte: Wie gingen die Menschen im frühen 17. Jahrhundert mit Fremdheitserfahrungen um? Wie zeigen sich von 1603 bis 1649, also auch zu Shakespeares Zeiten, die Eindrücke und Ausdrücke der Fremdheit und der Befremdung im englischen Drama?

„Strangeness in Early Stuart Performances, 1603-1649“ so der Titel der Veranstaltung, für die Professor Joachim Frenk, Christine Moyrer und Lena Steveker international führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland gewinnen konnten. Politische und religiöse Konflikte prägten diese Zeit. Vom 30-jährigen Krieg, der in Kontinentaleuropa verheerend wütete, war England zwar nur indirekt betroffen. Jedoch zeichneten vielfältige Auseinandersetzungen, Neuerungen und Verwerfungen die Epoche: Sie mündeten in zwei aufeinanderfolgende Bürgerkriege und fanden schließlich in der Enthauptung Charles I. ihren Höhepunkt, welche das vorläufige Ende der englischen Monarchie bedeutete: ein in der Geschichte Englands einmaliges Ereignis.

„Innerhalb dieser konfliktgeladenen und in ständigen Wandlungsprozessen begriffenen urbanen und höfischen, nationalen und internationalen Kontexte gewinnt die Frage nach Identitäten und Identitätsbildung zunehmend an Bedeutung“, erklärt Joachim Frenk. Die Konferenz beleuchtete vor diesem Hintergrund vor allem das englische Theater, ein damals wichtiges Massenmedium, das ein breites, aus allen gesellschaftlichen Schichten bestehendes Publikum ansprach, ging aber auch darüber hinaus: „Die Kunst der Darstellung, und besonders der Selbstdarstellung, war nicht nur auf Theaterbühnen beschränkt, sondern in nahezu allen Bereichen des öffentlichen Lebens präsent“, sagt Frenk.

Die Ergebnisse der Konferenz, die die Universitätsgesellschaft förderte, werden in Kürze veröffentlicht.

Erste Europa-Konferenz des Europa-Kollegs CEUS


Vor dem Hintergrund des Brexits, der Reaktionen auf die Flüchtlingsproblematik und des Aufstiegs nationalpopulistischer Parteien stellte die erste Saarbrücker Europa-Konferenz im November brisante europapolitische Fragen wie die des Zusammenhalts in Europa und die seiner Grenzen in den Mittelpunkt. Mit der Konferenz will das Europa-Kolleg CEUS ein Forum zur Diskussion zentraler europapolitischer Themen schaffen.

„Wir wollen zum Nachdenken über das aktuelle Europa anregen“, erklärt Prof. Tiziana Chiusi, geschäftsführende CEUS-Direktorin und Initiatorin der Konferenz. „Es muss Aufgabe aller sein, die sich mit Europa beschäftigen, den Bürgerinnen und Bürgern die ursprünglichen Ideale eines geeinten Europas wieder näherzubringen. Hierzu muss geklärt werden, was Europa überhaupt bedeutet, was und wohin wir damit wollen und welche Werte und welche Identität hinter dem als Friedensprojekt von Völkern mit gemeinsamen Wurzeln gegründeten Verbund stehen“, betont Chiusi. Neben schnellen und pragmatischen Lösungen, zum Beispiel in der Flüchtlingskrise, müssten langfristig Lösungen gefunden werden, die die Skepsis gegenüber der EU beseitigen.

Zu diesem Prozess will die Saarbrücker Europa-Konferenz beitragen, an der auch die „Europa-Gastprofessur“ beteiligt ist, die seit 2008 an der Saar-Uni besteht. An den Diskussionsrunden der ersten Veranstaltung nahmen unter anderem teil die Innenministerin Portugals, Constança Urbano de Sousa, die französische Generalkonsulin im Saarland Catherine Robinet, der saarländische Innenminister und Vorsitzende der deutschen Innenministerkonferenz Klaus Bouillon, Europaminister Stephan Toscani, der ehemalige Richter am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Prof. Georg Ress, der Historiker Professor Rainer Hudemann, Uni-Vizepräsidentin Prof. Astrid Fellner, der Professor für Klassische Philologie Peter Riemer sowie der portugiesische Jurist und ehemalige Verfassungsrichter Prof. Paulo Mota Pinto, der im Sommersemester 2016 die Europa-Gastprofessor an der Saar-Uni inne hatte. Neben der Staatskanzlei des Saarlandes förderte auch die Universitätsgesellschaft die Europa-Konferenz.

Informations- und Medienrechtliches Kolloquium


Meinungsfreiheit im digitalen Zeitalter, freiwillige Selbstkontrolle in sozialen Netzwerken, die EU-Datenschutzreform, der Rechtsschutz im globalisierten Internet, die Regulierung der IT-Sicherheit – dies waren im vergangenen Jahr einige der Themen des Informations- und Medienrechtlichen Kolloquiums Saarbrücken (IMK). Namhafte Vortragende wie unter anderen der ehemalige Richter des Bundesverfassungsgerichts Professor Wolfgang Hoffmann-Riem, der SAP-Datenschutzbeauftragte Mathias Cellarius und der Europa-Abgeordnete Jan Philipp Albrecht waren zu Gast auf dem Campus.

Auch in diesem Jahr wird die Vortragsreihe Studenten, Wissenschaftlern und in der Praxis tätigen Juristen ein Forum für den Austausch über Rechtsfragen der Informationsgesellschaft sein (Termine unter „Tipps und Termine"). Das IMK wird von der Rechtswissenschaftlichen Fakultät und dem Institut für Europäisches Medienrecht in Saarbrücken getragen und federführend von Prof. Dr. Jan Henrik Klement und Prof. Dr. Stephan Ory organisiert. Gefördert wird es von der Universitätsgesellschaft, von der Hydac GmbH und der VSE NET GmbH. Mehr
„Die Universitätsgesellschaft war und ist für unsere Veranstaltung sehr wichtig. Ohne sie hätten wir das IMK nicht aus der Taufe heben können, da die Haushaltsmittel nicht ausreichen. Die Universitätsgesellschaft springt auch heute noch regelmäßig ein. Glücklicherweise ist es uns gelungen, weitere Geldgeber zu finden – zur Gewährleistung der Kontinuität ist es aber sehr wichtig, dass wir auf die Universitätsgesellschaft bauen können. Das IMK ist eine Veranstaltung, die Studierende, Wissenschaftler, Ehemalige und Gesellschaft zusammenbringt – meines Erachtens genau im Sinne der Zwecke der Universitätsgesellschaft.“
Prof. Dr. Jan Henrik Klement (Foto: Simon Dörrenbächer)
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TIPPS UND TERMINE

Wissenschaftsforum der Universitätsgesellschaft

Vortrag der Trauma-Expertin Tanja Michael am 26. April


„Alle Erinnerung ist Gegenwart – wenn die Vergangenheit nicht vergeht“ - so lautet der Titel des Vortrags von Tanja Michael, Professorin für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Saar-Uni, zu dem die Universitätsgesellschaft im Rahmen des Wissenschaftsforums am Mittwoch, dem 26. April, um 18 Uhr, in der Aula auf dem Saarbrücker Campus, alle Interessierten herzlich einlädt.

Prof. Dr. Tanja Michael ist Expertin für Angsterkrankungen und Traumafolgestörungen. Die Leiterin der Psychotherapeutischen Universitätsambulanz ist seit 2011 in der Ärzteliste der besten Mediziner Deutschlands, die das Magazin Focus jedes Jahr veröffentlicht.

Schon jetzt vormerken:
Nächste Termine im Wissenschaftsforum


Wissenschaftsforum mit Josef van Genabith zu Maschineller Übersetzung am 20. Juni


Am Dienstag, 20. Juni, um 18 Uhr, spricht Prof. Dr. Josef van Genabith, Inhaber des Lehrstuhls für Translationsorientierte Sprachtechnologie der Saar-Uni, in der Aula über sein Forschungsgebiet Maschinelle Übersetzung.
 

Wissenschaftsforum mit Michael Backes zur IT-Sicherheit am 28. November

Michael Backes, Informatik-Professor der Saar-Uni und Direktor des Kompetenzzentrums für IT-Sicherheit (CISPA), wird am Dienstag, dem 28. November, um 18 Uhr, in der Aula einen Vortrag zur Cybersicherheit halten.

Als Vorgeschmack hier ein Interview der Saarbrücker Zeitung mit dem IT-Sicherheitsexperten.

Chapter "Materialwissenschaft" wird gegründet


Im Rahmen eines internationalen Netzwerk-Meetings der Europäischen Schule für Materialforschung (EUSMAT) wird am Freitag, dem 31. März, um 17 Uhr, im Graduate Center (Campus Saarbrücken, Gebäude C9 3) offiziell das Chapter "Materialwissenschaft" der Universitätsgesellschaft gegründet. In diesem sollen künftig alle weltweiten Alumni-Aktivitäten der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik an der Universität des Saarlandes gebündelt werden.

Weitere Informationen zur Veranstaltung und den Vorträgen finden Sie hier
Mehr zum Chapter finden Sie hier

Spendenaufruf für an Leukämie erkrankte Wissenschaftlerin


Judith Becker, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe von Professor Christoph Wittmann, ist an akuter Leukämie erkrankt. Die 36-Jährige kann nur durch eine Stammzellspende geheilt werden. Ihre Arbeitsgruppe hatte mit dem Deutschen Zentrum für Knochenmarksspenden (DKMS) eine offizielle Typisierungsaktion an der Uni organisiert.
Wer Judith Becker unterstützen will, kann sich entweder als potenzieller Spender bei der DKMS typisieren und registrieren lassen oder an die DKMS Geld spenden. Einzelheiten im Spendenaufruf von Judith Beckers Arbeitsgruppe unter www.isbio.de

Ausstellung in der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek

 
Caspar Walter Rauhs Traumwelten – Druckgraphik im Phantastischen Realismus
27. April bis 17. Juni, Campus B1 1, Montag bis Freitag 9 bis 21 Uhr, Samstag 10 bis 15 Uhr. Eintritt frei.


Im Rahmen der Eröffnung der Ausstellung am Donnerstag, dem 27. April, um 17 Uhr, spricht unter anderem Professor Hans-Walter Schmidt-Hannisa von der National University of Ireland, Galway.
Anmeldung zur Eröffnungsveranstaltung:
sulb@sulb.uni-saarland.de

Die Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek (SULB) und das DFG-Graduiertenkolleg »Europäische Traumkulturen« bringen erstmals Caspar Walter Rauhs Druckgraphiken ins Saarland.

Der Katalog zur Ausstellung wird unter anderem gefördert von der Universitätsgesellschaft des Saarlandes: Er erscheint Im Wehrhahn-Verlag  und ist an der Hallentheke der SULB oder in der Buchhandlung erhältlich: »Sich träumend über die Misere zu erheben« Das druckgraphische Werk von Caspar Walter Rauh. ISBN 978–3–86525–567–9

Parallel zur Ausstellung zeigt das Saarbrücker Kino achteinhalb (Nauwieserstr. 19) in Kooperation mit dem DFG-Graduiertenkolleg »Europäische Traumkulturen« die Filmreihe »Traumschau«. www.kinoachteinhalb.de (ab Mai 2017)
www.traumkulturen.de
Mehr zur Ausstellung
next: Die Campus-Messe für alle Fächer am 11. Mai

Neue Messe, neues Konzept, bunt, frisch und anders: Am 11. Mai findet von 10 bis 15 Uhr die erste Gesamt-Karrieremesse der Saar-Uni statt (Geb. E1 3 - E1 5): next - eine Messe für alle Fachrichtungen. Ob Ingenieur-, Material-, Bio- oder Wirtschaftswissenschaften, Informatik-Fächer, Physik, Mathe oder Sprach- und Kulturwissenschaften – Die Messe bietet für alle Branchen Gelegenheit, mit hochqualifizierten Studenten und Absolventen in Kontakt zu kommen. In der Messe wachsen die bisherigen Karrieremessen „meetING.“ und „FIT“ zusammen.

An Ständen und in Kurzvorträgen präsentieren sich Firmen aller Branchen und knüpfen Kontakte – ob es um Praktika, Werkstudenten, künftige Mitarbeiter oder um den direkten Austausch mit Wissenschaftlern geht. Auch einen interaktiven Messe-Newsletter können Aussteller nutzen, um mit den mehr als 17.000 Studenten der Saar-Uni in Kontakt zu kommen.
Das Career Center in der Kontaktstelle für Wissens- und Technologietransfer (KWT) der Saar-Uni veranstaltet die Karrieremesse in Kooperation mit dem Fachschaftsrat Informatikstudiengänge. Mehr

Kontakt:
Dr. Miriam Bilke-Perkams: Tel: 0681 302-2671 und Sarah Fitsch: Telefon: 0681/302-71314, E-Mail:
career@uni-saarland.de


Informations- und Medienrechtliches Kolloquium


Im Rahmen des Informations- und Medienrechtlichen Kolloquiums Saarbrücken (IMK) sind alle Interessierten herzlich eingeladen:

Vortrag am Donnerstag, dem 18. Mai, 18.15 Uhr, im Hörsaalgebäude der Rechtswissenschaftlichen Fakultät (Gebäude B4 1): Prof. Dr. Andreas Glaser von der Universität Zürich und dem Zentrum für Demokratie Aarau spricht über „Die Rolle der Medien in der direkten Demokratie".

Vortrag am Dienstag, 6. Juni, 18.15 Uhr, im Hörsaalgebäude der Rechtswissenschaftlichen Fakultät (Gebäude B4 1). Die Direktorin der Medienanstalt Berlin-Brandenburg, Dr. Anja Zimmer spricht über „Algorithmen und ihre Bedeutung für die Meinungsfreiheit".
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Am 24. Juni ist Tag der offenen Tür an der Saar-Uni

Faszination Forschung hautnah erleben


Wissenschaft zum Staunen und Mitmachen wird am Samstag, dem 24. Juni, wieder auf dem Campus der Saar-Uni geboten: Kleine und große Besucher können aus einem abwechslungsreichen Programm mit Experimenten, Vorträgen, Mitmachaktionen und Vorführungen auswählen. Rund 250 Angebote halten Forscherinnen und Forscher aus allen Fachrichtungen von 10 bis 17 Uhr bereit. Auch wer sich für ein Studium an der Saar-Uni interessiert, ist auf dem Saarbrücker Campus richtig. (Foto: Iris Maurer)

Das Programm gibt es ab Mai unter: www.uni-saarland.de/infotag

 

Noch ein Tipp: campus, das Web-Magazin der Uni


Die interaktive Online-Plattform veröffentlicht Reportagen, Interviews und Servicethemen rund um die Universität. https://campus.uni-saarland.de/

Perlen aus dem Universitätsarchiv

Berühmter Trainer für den Uni-Fußball   In den Anfangsjahren unserer Universität war das zentrale Forum auf dem Campus Saarbrücken viel genutzter Fußballplatz. Trainer der Uni-Mannschaft war im Jahr 1953 der spätere Bundestrainer Helmut Schön (Foto unten, links), der damals beim saarländischen Fußballverband tätig war. Fotos: Universitätsarchiv
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MENSCHEN

Wolfram Henn erneut Stellvertretender Vorsitzender der Zentralen Ethikkommission
 

Die Mitglieder der Zentralen Ethikkommission bei der Bundesärztekammer haben den Leiter der Humangenetischen Beratungsstelle der Saar-Uni in Homburg, Professor Wolfram Henn, erneut zum Stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Henn, der auch Mitglied des Deutschen Ethikrates ist, gehört bereits seit neun Jahren der 15-köpfigen Ethikkommission an. Diese hat laut ihrer Satzung unter anderem zur Aufgabe, „Stellungnahmen zu ethischen Fragen abzugeben, die durch den Fortschritt und die technologische Entwicklung in der Medizin und ihren Grenzgebieten aufgeworfen werden und die eine gemeinsame Antwort für die Bundesrepublik Deutschland erfordern.“ Mehr  Foto: Ethikrat

Overton Preis für Christoph Bock


Der Bioinformatiker Christoph Bock wurde mit dem Overton Prize der International Society of Computational Biology (ISCB) ausgezeichnet. Einmal pro Jahr wird dieser Preis an weltweit einen einzigen Wissenschaftler verliehen, der am Beginn oder in der Mitte seiner Karriere steht und als kommende Leitfigur in der Bioinformatik angesehen wird.  Mehr
Foto: MPI
 

Doktorandenstipendium für Patrick Fischer


Der Pharmazie-Doktorand Patrick Fischer hat das renommierte Promotionsstipendium des Fonds der Chemischen Industrie (FCI) erhalten. Es fördert zwei Jahre lang seine Promotionsarbeiten in Pharmazeutischer und Medizinischer Chemie bei Professor Christian Ducho an der Universität des Saarlandes sowie bei Professor Gerhard Wagner an der Harvard Medical School. Mehr

Foto: privat

 

Neu an der Saar-Uni

Neuer Professor für Pädiatrie und Neonatologie


Michael Zemlin wurde zum Professor der Saar-Uni ernannt und ist neuer Direktor der Klinik für Allgemeine Pädiatrie und Neonatologie des Universitätsklinikums.

Zemlin studierte Humanmedizin an der Freien Universität Berlin, wo er auch promovierte. Nach Abschluss der Facharztausbildung zum Kinder- und Jugendarzt ermöglichte ihm ein Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung einen Forschungsaufenthalt an der University of Alabama in Birmingham (USA).

Anschließend ging er als Oberarzt an die Universitäts-Kinderklinik in Marburg und habilitierte dort über Untersuchungen zur Entwicklung des Immunsystems bei Früh- und Reifgeborenen und zu den molekularen Ursachen der Allergieentstehung. Sein weiterer Forschungsschwerpunkt ist die Nutzung von Geruchsstoffen für die Diagnostik bei Kindern. Michael Zemlin hat sich außerdem auf die Neugeborenen-Intensivmedizin und Allergologie spezialisiert. Mehr

Neuer Professor für Zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde


Prof. Dr. med. dent. Matthias Karl war Oberarzt an der Zahnklinik der Universität Erlangen-Nürnberg, wo er 2004 zum Thema „In Vitro- und in Vivo-Untersuchungen zur Spannungsentwicklung bei Implantatbrücken“ mit dem Prädikat summa cum laude promovierte. Nach einjährigem Forschungsaufenthalt an der University of Connecticut habilitierte er sich 2008 für das Fach Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde gefolgt von der Ernennung zum Spezialist für Zahnärztliche Prothetik. Zentrales Thema seiner Forschungsarbeiten sind die Passgenauigkeit und Biomechanik Implantat-getragenen Zahnersatzes unter besonderer Berücksichtigung von Adaptationsprozessen im Implantat-Lager. Mehr

Neuer Professor für Kolloid- und Grenzflächenchemie

 

Prof. Dr. Tobias Kraus, Leiter des Programmbereichs Strukturbildung am INM Leibniz Institut für Neue Materialien, ist neuer Professor für Kolloid- und Grenzflächenchemie. Im Rahmen einer Doppelberufung bleibt er dem INM als Programmbereichsleiter erhalten und schafft so eine starke Verbindung zwischen der Fachrichtung Chemie und dem INM.

Kraus will Studenten in aktuelle Forschungsarbeiten am INM einbinden und eng mit den Fachrichtungen Materialwissenschaft und Werkstofftechnik, Pharmazie, Physik und Systems Engineering kooperieren. In seiner Forschung untersucht er, wie sich kleine Moleküle, Polymere und Partikel zu Materialien verbinden. Er klärt die grundlegenden Mechanismen der Strukturbildung und wendet sie an, um neue Materialien aus flüssigen Vorstufen herzustellen. Die Grundlagenforschung führt zu neuen Materialkonzepten, etwa zu Hybrid-Tinten, mit denen man sofort leitfähige elektrische Leiterbahnen schreiben und drucken kann. Mehr

Foto: Uwe Bellhäuser / dasbilderwerk

Neuer Professor für Experimentelle und Klinische Toxikologie und Pharmakologie


Prof. Dr. Markus Meyer, seit Oktober 2016 neuer Professor für Experimentelle und Klinische Toxikologie und Pharmakologie, studierte Pharmazie an der Saar-Uni und promovierte hier mit einer Arbeit zur Designerdroge Ecstasy. Nach der Habilitation 2014 ging er nach Stockholm und wechselte 2015 nach Heidelberg.

Einer seiner Forschungsschwerpunkte liegt in der angewandten Massenspektrometrie. Die hier gewonnenen Erkenntnisse sind wichtige Bausteine etwa für den klinisch-toxikologischen Arbeitsbereich, der rund um die Uhr die Analyse von Körperflüssigkeiten anbietet, um die Diagnose und Therapie von Vergiftungen nach Einnahme von Drogen oder anderen Giften zu unterstützen. Außerdem forscht er an Biomarkern, die auf den Konsum bestimmter Substanzen im Menschen oder auch in Abwasser hinweisen. Markus Meyer will den weltweit als Referenz anerkannten Standort für klinische Toxikologie weiter ausbauen und dessen Vernetzung innerhalb der Universität vertiefen. Mehr Foto: privat

 

Neue Professorin für Anatomie

 
Prof. Dr. Gabriela Krasteva-Christ ist neue Anatomie-Professorin. Zuvor war sie Professorin in Würzburg. Sie studierte Tiermedizin in Bulgarien, promovierte im Graduiertenkolleg "Biologische Grundlagen der vaskulären Medizin" in Gießen. Forschungsaufenthalte führten sie nach Baltimore (USA). Seit 2006 ist sie in der anatomischen Lehre tätig. 2014 habilitierte sie sich und erhielt die Venia legendi für das Fach Anatomie und Zellbiologie.

Für ihre vielfältigen Forschungsarbeiten wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Sie befasst sich mit der Steuerung der Funktion der Atemwege, mit der Barriere-Funktion des Epithels in verschiedenen Organen bei Infektion und mit der Entstehung lokaler Entzündungen. Sie konnte die Funktion von respiratorischen Bürstenzellen identifizieren. Sie sind den Geschmackszellen der Zunge sehr ähnlich und dienen der Wahrnehmung von schädlichen Substanzen in den Atemwegen und leiten Schutzreflexe ein. Dadurch wurde ein neues Konzept für die Aktivierung von  Schutzmechanismen in verschiedenen Organen aufstellt. Viele Zusammenhänge dieses komplexen Wechselspiels sind heute noch nicht verstanden und deren Entschlüsselung will sich Krasteva-Christ an der Saar-Uni widmen. Mehr Foto: privat

 

Ehrensenator Wolfgang Kühborth verstorben

 
Am 31. Januar verstarb im Alter von 92 Jahren der Ehrensenator der Universität und promovierte Diplomingenieur Wolfgang Kühborth. Er war der Saar-Uni seit vielen Jahren als unermüdlicher Förderer verbunden und hatte bereits im Herbst 1948 an der gerade gegründeten Universität zu den ersten Studierenden der Volkswirtschaftslehre gehört. Der pfälzische Industrielle hat nicht nur den traditionsreichen Frankenthaler Pumpen- und Armaturenkonzern KSB zu einem weltweit agierenden Marktführer entwickelt, sondern gründete bereits 1964 mit seinem Vater Dr. Otto Klein-Kühborth die KSB-Stiftung, um durch die Vergabe von Stipendien an begabte Studierende aus dem In- und Ausland Forschungen in den Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften zu fördern.  Mehr

Christian Rübe zum Gastprofessor in China ernannt


Professor Christian Rübe, Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am Universitätsklinikum des Saarlandes, ist anlässlich eines Festvortrags zum 150-jährigen Bestehen des „Union Hospital“ am Tongji Medical College in Wuhan, China, zum Gastprofessor an der Huazhong University of Science and Technology ernannt worden. Damit würdigt die Partneruniversität in Wuhan die langjährigen Aktivitäten von Professor Rübe in der wissenschaftlichen Kooperation beider Medizinischer Fakultäten, speziell auf dem Gebiet der klinischen Radioonkologie und der molekularen Radiobiologie. Foto: privat
Wolfgang Wahlster, Foto: Jim Rakete

Wolfgang Wahlster ist neuer Präsident der Gesellschaft Deutscher Naturforscher

 
Die Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ) hat einen neuen Präsidenten: Für die kommenden zwei Jahre hat Wolfgang Wahlster, Professor für Künstliche Intelligenz der Universität des Saarlandes und Vorsitzender der Geschäftsführung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), das Amt übernommen. 1822 gegründet, ist die Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte die älteste wissenschaftliche Gesellschaft Deutschlands. Die lange Tradition versteht Professor Wahlster als Auftrag, das besondere Profil der GDNÄ in der heutigen globalen Wissenschaftslandschaft weiter zu schärfen. Wahlster ist einer der weltweit renommierten Wissenschaftler im Informatik-Forschungsgebiet „Künstliche Intelligenz“. Mehr

Christoph Sorge in Speyer zum Senior Fellow ernannt
 

Das Deutsche Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung Speyer (FÖV) hat den Rechtsinformatiker und Experten für IT-Sicherheit und Datenschutz Professor Christoph Sorge (Foto: Oliver Dietze) zum Senior Fellow im Programmbereich „Transformation des Staates in Zeiten der Digitalisierung“ ernannt. Sorge will gemeinsam mit dem Speyerer Institut Forschungsprojekte an der Schnittstelle von Recht, IT-Sicherheit und Datenschutz anstoßen. Mehr

Professor Koglin wurde am 16. März 80 Jahre alt


Am 16. März konnte der Professor für Energieversorgung, Pionier der digitalen Sekundärtechnik in Deutschland und frühere Vizepräsident für Forschung unserer Universität, Dr. Hans-Jürgen Koglin, seinen 80. Geburtstag begehen. Im Oktober 1983 wechselte Koglin an unsere Universität auf die neue C4-Professur „Energieversorgung“, die er nahezu zwei Jahrzehnte bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im April 2002 innehatte. Mehr

Eberhard Morgenstern feierte seinen 80. Geburtstag


Seinen 80. Geburtstag hat am 15. Januar der Professor für „Allgemeine Biologie für Mediziner“ an der Universität des Saarlandes, Dr. Eberhard Morgenstern, begangen. 1967 wechselte der Jubilar an die Medizinische Fakultät. Nach der Habilitation über „Zytologie und Elektronenmikroskopie“ wurde er zum Professor und Wissenschaftlichen Rat ernannt. Bis zum Eintritt in den Ruhestand 2002 arbeitete Eberhard Morgenstern in der Fachrichtung „Medizinische Biologie“ im Bereich der Ultrastrukturforschung, vor allem mit modernen Gefriermethoden über funktionelle Morphologie. Mehr

Helmut M. Niegemann ist Honorarprofessor in der Bildungstechnologie


Wie können Lernumgebungen und -materialien so gestaltet werden, dass Sie Wissen gut und erfolgreich vermitteln? Zu solchen Themen bietet der Bildungs- und Medienpsychologe Helmut M. Niegemann im Rahmen des Studiengangs „Educational Technology“ Seminare an. Auch Lernen durch Spiele, insbesondere Computerspiele, steht auf seinem Lehrplan. „Instructional Design“ und Instruktionspsychologie zählen zu seinen Forschungsinteressen ebenso wie technikunterstütztes Lernen oder Evaluation von Bildungskonzepten. Foto: privat  Mehr

Rita Bernhardt hält bekannte Severin-Lecture in Moskau


Als erste ausländische Wissenschaftlerin hat die Biochemie-Professorin Rita Bernhardt (r., Foto: Oliver Dietze) an der größten russischen Universität, der Moskauer Lomonossow-Universität, die renommierte Severin-Lecture gehalten. Sie sprach über das Thema "Wie Cytochrome P450 unser Leben beeinflussen". Diese Eiweiße fungieren als Biokatalysator und spielen eine große Rolle im Stoffwechsel. Sie bauen rund 80 Prozent aller Arzneimittel im menschlichen Körper ab und sind für die Biosynthese wichtiger Signalmoleküle im Körper verantwortlich, die zum Beispiel den Blutdruck regulieren. Darüber hinaus sind sie selbst Angriffspunkt für Arzneimittel, etwa bei der Behandlung von Brustkrebs.

Frank Lammert wird Präsident von Fachgesellschaft


Professor Frank Lammert (l.)  ist neuer Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS).  Der Direktor der Klinik für Innere Medizin II des Universitätsklinikums in Homburg folgt auf Professor Markus M. Lerch von der Universität Greifswald (r.). Lammert möchte die Leistungen der Gastroenterologie in der Öffentlichkeit breiter bekannt machen, die hohe Qualität der gastroenterologischen Versorgung weiterentwickeln und junge Ärztinnen und Ärzte für Krankenversorgung, Forschung und Weiterbildung auf diesem Gebiet begeistern. (Foto: DGVS) Mehr dazu in diesem Video-Interview.
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Redaktion des Newsletters
Claudia Ehrlich
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