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Aktuelle Infos für alle Flüchtlingshelfer

Die Themen des aktuellen Newsletters 10/18

Einladung zum nächsten KK

Hiermit laden wir noch einmal zum nächsten Koordinierungskreis ein.
Donnerstag, 8.11.2018, 18.00 Uhr
Curiohaus (Hinterhaus), Rothenbaumchaussee 15
Der SprecherInnenrat schlägt folgende Tagesordnung vor:
  1. Formalia
  2. Bericht der Arbeitskreise und des SprecherInnenrats
  3. Leitfragen zu politischen Stellungnahmen des BHFI
  4. Finanzierung von Projekten und der Arbeit der Initiativen allgemein
  5. Verschiedenes
Es sind Alle eingeladen zum Zuhören und Mitdiskutieren.
Für die nächsten sechs Monate sind nun auch die KK-Termine festgelegt worden. Bitte notiert sie euch schon einmal in euren Kalendern: 6.12.2018, 14.1.2019, 26.2.2019, 9.4.2019, 23.5.2019, jeweils 18.00 Uhr.

Finanzierung unserer Arbeit

Es gibt bisher wenig Neues zu den zukünftigen Quellen für die Finanzierung unserer Arbeit zu berichten. Der wesentliche Teil dürfte über die Bezirke zu finanzieren sein. Es gibt auch überregionale Möglichkeiten zur Fortsetzung von bisherigen Projekten (eine Liste von Projekten, deren Finanzierung fortgesetzt werden soll, wurde kürzlich von der Bürgerschaft beschlossen). Aber im Kern besteht die Unsicherheit erst einmal weiter. Für einen ersten Überblick verweisen wir noch einmal auf das Dokument, das wir bereits Anfang Oktober erstellt haben.
Am 8.11. findet eine Sitzung des Sozialausschusses der Bürgerschaft statt. Hier soll noch einmal über die Zukunft des Integrationsfonds diskutiert werden. Da die Sitzung unmittelbar vor dem nächsten KK stattfinden wird, werden wir hoffentlich aktuelle Informationen zum KK mitbringen.
Wie bereits auf dem letzten KK besprochen, erarbeiten wir gerade Hinweise und Formulare zur Beantragung von Mitteln bei den Bezirken. Diese sind zwar noch nicht zum KK fertig, dürften aber Mitte November zur Verfügung stehen.

Arbeit und Ausbildung für Geflüchtete

Wie bereits in der regionalen und überregionalen Presse gemeldet, gibt es recht positive Zahlen der Arbeitsagentur zur Vermittlung von Geflüchteten in Arbeit und Ausbildung. Demnach haben laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) bisher „290.000 Menschen aus Kriegs- und Krisenländern wie Syrien eine Beschäftigung aufgenommen“. Jedes Jahr würden etwa 10% der Geflüchteten eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung finden. Allerdings ist der Unterschied zwischen den Geschlechtern erheblich. Während etwa 20% der arbeitsfähigen Geflüchteten Männer inzwischen einer Arbeit nachgingen, trifft dies nur für 4% der Frauen zu (siehe hierzu auch Veranstaltungshinweise weiter unten).
Auch die Vermittlung in Ausbildung von zumeist jungen Geflüchteten sei erfolgreich. Aus einer Sonderuntersuchung der BA geht hervor, dass Ende September des vergangenen Jahres 27.678 junge Menschen aus den wichtigsten acht Asylherkunftsländern eine duale Ausbildung absolvierten – und damit 15.400 mehr als ein Jahr zuvor und gut 21.000 mehr als im Herbst 2015. In diesem Jahr haben sich bundesweit 38.300 BewerberInnen mit Fluchthintergrund um einen Ausbildungsplatz bemüht, das sind 11.900 mehr als im letzten Jahr. Wie viele davon tatsächlich einen Platz bekommen haben, steht noch nicht fest.
Nach Aussage der Sozialbehörde (BASFI), die uns vor kurzem einen Überblick über die aktuelle Lage in Hamburg gegeben hat, sind zwischen Januar und September 2018 netto 2.770 Geflüchtete aus Arbeitslosigkeit in Beschäftigung, Ausbildung und Selbständigkeit übergegangen. Im gesamten Jahr 2017 waren es gut 3.000 und im Jahr 2016 nur knappe 1.800. Waren aus den Hauptherkunftsländern im Februar 2017 nur 722 Menschen in Ausbildung, waren es ein Jahr später 1.276. Weitere Details wie Art der Beschäftigung und Zuordnung zu Branchen können diesem Dokument (PDF) entnommen werden.
Grundsätzlich ist die Entwicklung als sehr positiv zu bewerten, da somit etlichen Befürchtungen in der Bevölkerung oder Diffamierungen, viele würden nur „in unsere Sozialsystem flüchten“, entgegengetreten werden kann. Allerdings sprechen die Erfahrungen aus vielen Kontakten mit Geflüchteten oftmals eine andere Sprache. So sind in Hamburg angeblich knapp 50% der Geflüchteten in Arbeit als „Fachkraft“ beschäftigt. Dies kann so nicht nachvollzogen und muss genauer untersucht werden.
In diesem Zusammenhang möchten wir auch hinweisen auf einen Kurs des Projektes „Bildung | Integration | Begleitung“ des Europäischen Sozialfonds (ESF)  unter dem Titel „Arbeitsmarktorientierte Integrationsbegleiterschulung – Ein Kurs mit Informationen und Übungen für langfristige Hilfen in der Arbeit mit Geflüchteten und Migrant*innen“ Weitere Informationen können hier heruntergeladen werden.

Kita-Situation

In etlichen Stadtteilen ist die Versorgung mit Kita-Plätzen für Geflüchtete unzureichend. Ein entsprechender Hinweis unsererseits beim letzten Treffen des SprecherInnenrats mit dem ZKF wurde uns dies auch bestätigt. Das Thema sei nicht engmaschig genug kontrolliert worden. Jetzt würde dies aber von der BASFI systematisch erfasst und verfolgt. Uns wurde eine Liste mit den Stadtteilen/Unterkünften zugesagt, in denen Kitas fehlen. Allerdings haben wir bis heute diese Liste noch nicht erhalten.
Wir haben unsererseits die Zusage gemacht, dass wir alle auffordern, die direkten Kontakt zu Geflüchteten Familien mit Kindern im Kita-Alter haben, diesen Familien die Bedeutung des Kita-Besuchs zu vermitteln. Insbesondere ist es natürlich wichtig, dass diejenigen, die einen Kita-Platz bekommen haben, ihre Kinder auch tatsächlich zur Kita schicken. Andernfalls blockieren sie die raren Plätze.
Das alles gilt für geflüchtete Familien mit gesichertem Aufenthaltsstatus. Für Kinder ohne Aufenthaltsstatus gibt es normalerweise keine Möglichkeit des Kita-Besuchs. Die „Clearingstelle KITA“ des Flüchtlingszentrums in der Adenauerallee 10 bietet jedoch einen Service an, Kinder ohne Aufenthaltsstatus in Kitas zu vermitteln. Darauf hatten wir bereits im September-Newsletter hingewiesen. Hier gibt es weitere Infos.

Patenschaftskampagne – Es geht los mit Workshops für Initiativen!

Die Vorbereitungen für den Launch der Patenschaftskampagne laufen auf Hochtouren. Der eigentliche Kampagnenstart wird im Frühjahr 2019 sein, aber es gibt dieses Jahr noch verschiedene Aktionen für Initiativen. Die Auswertung des Open Space im Mai, an dem VertreterInnen verschiedenster Initiativen und Patenprojekte teilgenommen haben, ergab, dass die Initiativen sich vor allem Unterstützung in der Medienarbeit und in der Eventplanung wünschen.
Wir haben deshalb in Zusammenarbeit mit den Landungsbrücken für Geflüchtete und unserer Agentur Polycore drei Workshops geplant, die den medialen Handlungsspielraum der Initiativen erweitern und den TeilnehmerInnen Möglichkeiten aufzeigen, die Kampagne für die eigene Arbeit zu nutzen:
  • Donnerstag, 22.11.2018, 17-20 Uhr: Social Media Basics. Wie werden wir sicher im Umgang mit Social-Media-Kanälen?
  • Donnerstag, 27.11.2018, 17-20 Uhr:Event-Organisation Basics. Wie planen wir Events, die weite Kreise ziehen und viele Menschen ansprechen?
  • Dienstag, 22.01.2019, 17-20 Uhr: Pressearbeit Basics. Wie machen wir in Zeiten von Online-Medien mit guter Pressearbeit auf unser Engagement vor Ort aufmerksam?
Alle Workshops finden in den Räumen der BürgerStiftung Hamburg, Schopenstehl 31, statt. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich! Die Teilnahme an den Workshops ist kostenfrei. Anmeldungen an die in den verlinkten Dokumenten angegebenen Adresse sollten so schnell wie möglich erfolgen.

BHFI-Film über Patenschaften

Der AK Paten des BHFI proudly presents:
ANGEKOMMEN – Ein Film über eine Patenschaft mit einem Geflüchteten.
Mazen Saleh, Heidrun Vielhauer und Ingrid Schwarz-Westermann erzählen in einem kurzen, humorvollen Film, wie Patenschaft gelingen kann, und greifen dabei auf ihre eigenen Erfahrungen zurück. Der Film darf gern verlinkt, eingebettet und geteilt werden!

Zusammenarbeit mit den Unterkunftsleitung von f&w

Die Beschwerden über eine mangelnde Kooperationsbereitschaft etlicher (nicht aller) Unterkunftsleitungen mit den Ehrenamtlichen nehmen in letzter Zeit wieder zu. Das im letzten Jahr gemeinsam erarbeitete Dokument zur Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamt scheint keine Wirkung zu haben. In vielen Unterkünften herrscht keine konstruktive Stimmung.
Neben diesen konkreten Umständen gibt es auch prinzipielle Fragestellungen zur Arbeit und Rolle der Unterkunftsleitungen. Der Personalschlüssel von 1:80 ist sicher zu niedrig, ein Integrationsauftrag nach der sog. ersten Phase ist nicht vorgesehen und die Abgrenzung zwischen Haupt- und Ehrenamt ist nicht transparent.
Der „AK Haupt- und Ehrenamt“ beschäftigt sich bereits seit dem Sommer mit dieser Thematik und wird in Kürze konkrete Vorschläge für eine dauerhafte Verbesserung vorlegen. Zur Untermauerung der geschilderten Erfahrungen wären konkrete Beispiele (positive wie negative) sehr hilfreich. Wenn ihr in den letzten Monaten solche Erfahrungen gemacht habt, so meldet diese doch bitte. Am besten ihr schickt eine E-Mail an sprecherinnenrat@bhfi.de.

Hinweise

Veranstaltungen/Termine

Wir möchten euch auf folgende Veranstaltungen und weitere Termine hinweisen, die uns in den letzten Wochen erreicht haben: Wir wünschen Euch für Eure Arbeit weiterhin viel Kraft!

Euer SprecherInnenrat
 
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